ABTSWIND

Bald wieder Trinkwasser aus der Quelle?

Seit vier Jahren wartet die Gemeinde Abtswind darauf, dass sie das Wasser aus der so genannten Bauernquelle wieder als Trinkwasser nutzen kann. Etliche Gutachten und Untersuchungen wurden in der Zeit erstellt, was der Gemeinde einiges Geld kostete, jedoch bisher keine Lösung brachte. Jetzt ist Hydrogeologe Werner Reiländer vom gleichnamigen Büro in Neunkirchen am Brand zuversichtlich, dass die Zustimmung vom Wasserwirtschaftsamt bald kommen wird.
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Dauerbrenner Bauernquelle: In Abtswind wurde erneut das Wasser aus der Trinkwasserquelle überprüft. Seit dem Ablauf des Wasserrechts vor vier Jahren darf die Quelle nicht genutzt werden, jetzt zeichnet sich eine Lösung ab. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Seit vier Jahren wartet die Gemeinde Abtswind darauf, dass sie das Wasser aus der so genannten Bauernquelle wieder als Trinkwasser nutzen kann. Etliche Gutachten und Untersuchungen wurden in der Zeit erstellt, was der Gemeinde einiges Geld kostete, jedoch bisher keine Lösung brachte. Jetzt ist Hydrogeologe Werner Reiländer vom gleichnamigen Büro in Neunkirchen am Brand zuversichtlich, dass die Zustimmung vom Wasserwirtschaftsamt bald kommen wird. In der Ratssitzung informierte er Bürgermeister Jürgen Schulz und die Gemeinderäte über den aktuellen Stand.

Seit je her versorgt sich die Gemeinde Abtswind ausschließlich aus eigenem Quellwasser, das aus zwei Quellen gemischt wird. Weil 2010 das Wasserrecht für die in Richtung Wiesentheid gelegene Bauernquelle auslief, versorgt seitdem nur die zweite Quelle, die bei Untersambach liegt, die Haushalte mit Wasser. Bei der Bauernquelle lagen die Werte über den nun strenger gefassten Messwerten. Außerdem schrieb das Gesetz vor, dass im Zuge eines neuen Antrags für das Wasserrecht das um die Quelle herum gelegene Schutzgebiet neu überprüft werden müsse.

Vier Messstellen

Was das Trinkwasser der Bauernquelle betrifft, gibt es vier verschiedene Messstellen, erläuterte Geologe Werner Reinländer. Der Fachmann führte an diesen zuletzt aufwändige Untersuchungen durch, um die Qualität des Abtswinder Wassers zu erforschen und zu belegen. Er fand heraus, dass zwei Messstellen nicht tauglich seien, weil sie nicht tief genug gebohrt sind. Die dort festgestellte Wasserqualität sei in Ordnung, so der Fachmann.

„Wir wollen weiterkommen und das Schutzgebiet ausweisen, das ist unser Ziel“, stellte Reinländer heraus. Seiner Ansicht nach reichten die beiden anderen Messstellen, um damit die Abgrenzung des Wasserschutzgebiets vorzunehmen. Er will nun die Werte des Brunnens am Sportplatz, eine der gültigen Messstellen, erneut prüfen. Zudem wird er den Wasserablauf der Dränagen in der Flur nachschauen, um bis Februar 2015 den Antrag für das Wasserrecht an die Behörde zu schreiben. Reinländer will die dort Zuständigen fragen, was noch zu klären sei, schlug er als nächste Schritte vor. In dem Zusammenhang fragte Gemeinderat Heiko Därr den ebenfalls anwesenden Valentin Maier vom gleichnamigen Ingenieurbüro, was da in der Vergangenheit schief gelaufen sei. Die Gemeinde habe gutes Geld ausgegeben, und Zeit verloren. Ein erneutes Gutachten koste der Gemeinde ja wieder einiges, ob das Ingenieurbüro nicht dafür einstehen müsse, fragte Därr. Für eventuelle Fehler werde man geradestehen, sagte Maier. Er verwies darauf, dass einst Geologen vom Wasserwirtschaftsamt meinten, die Bohrungen reichten, was sich erst später als nicht richtig heraus gestellt habe.

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