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Wiesentheid

Bald vorbei mit der Ruhe in Geesdorf?

Ungewohnt ruhig ist es seit Monaten im Wiesentheider Ortsteil Geesdorf. Das liegt daran, dass die Brücke mit der Straße in Richtung Wiesentheid wegen Bauarbeiten für den Durchgangsverkehr noch gesperrt ist. Das mit der Ruhe dürfte jedoch ab Juli vorbei sein, schaute Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier bei der Bürgerversammlung voraus.
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Eher wenig Durchgangsverkehr ist derzeit in Geesdorf. Durch die Sperrung der Brücke über der B286 ist die Zufahrt in den Ort teilweise gesperrt. Foto: Andreas Stöckinger
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Ungewohnt ruhig ist es seit Monaten im Wiesentheider Ortsteil Geesdorf. Das liegt daran, dass die Brücke mit der Straße in Richtung Wiesentheid wegen Bauarbeiten für den Durchgangsverkehr noch gesperrt ist. Das mit der Ruhe dürfte jedoch ab Juli vorbei sein, schaute Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier bei der Bürgerversammlung voraus.

Dann sollen die Reparaturen an der Brücke über die B286 abgeschlossen sein. Das Ganze ziehe sich um einiges länger hin, als gedacht, weil mehr Schäden an den Spannteilen und am Beton zutage traten, wie man vermutet habe, so Knaier. Bei Kälte könne die Baufirma das nicht ausbessern, die Arbeiten gingen jetzt weiter, so Knaier. Er verwies darauf, dass durch den Ausbau der Autobahn in den nächsten Jahren wohl einiges auf das Dorf zukommen werde. Durch den Ort verläuft nämlich die Staatsstraße mit der Umleitungsstrecke.

Wege werden stark ramponiert

Die Bürger monierten in der Versammlung, dass die Wege dadurch stark ramponiert würden. Während die Brücke repariert wird, soll der Kanal vom Ortseingang bis zur Abzweigung nach Prichsenstadt saniert werden, hofft Bürgermeister Knaier. Das biete sich in dem Zuge an.

Momentan nutzen viele Autofahrer anstelle der Straße die Schleichwege durch die Flur, wie den Rad- und Wirtschaftsweg nach Wiesentheid. Die müssten dann wieder hergerichtet werden, hieß es.

Bei der Versammlung im 380 Einwohner zählenden Gemeindeteil ging Bürgermeister Knaier auf das ein, was aktuell in Geesdorf ansteht. Probleme bereite nach wie vor die notwendige Erweiterung des Feuerwehrhauses. Direkt neben dem Gebäude am Sportplatz will die Gemeinde etwas Grund erwerben, doch bislang habe man sich mit dem Besitzer noch nicht einigen können, so Knaier. „Sobald wir ein Grundstück haben, geht es los“, sagte er.

Hitzige Diskussion beim Thema Hochwasserschutz

Die Gemeinde solle weitere Flächen für Bauplätze schaffen, wünschten manche der Bürger. Das erst vor drei Jahren erschossene Gebiet in Richtung Wiesentheid ist nahezu belegt. Die Gemeinde werde Gespräche zum Kauf von weiteren Ackerflächen im Anschluss führen, sagte der Bürgermeister zu.

Hitzig wurde es in der Versammlung erst, als Knaier beim Thema Hochwasserschutz die Pflege und den Ausbau von Gräben anschnitt. Wegen des Naturschutzes habe man zuletzt nur jeweils eine Seite der Gräben gemulcht, erläuterte er. „Im Vorjahr habt ihr nicht mal eine Seite gemulcht! Da läuft keine einzige Drainage, ihr findet die Gräben teilweise gar nicht. Geht doch mal raus und schaut sie euch an“, schimpfte Josef Spath.

Auch Josef Rost hatte zu dem Thema einiges an Kritik anzubringen. Bürgermeister Knaier versuchte zu erklären, räumte aber Nachholbedarf bei der Pflege ein.

Später fragte Egon Bätz zu seinem Bauantrag nach, eine Halle im Anschluss an seine Flächen zu bauen. Das Grundstück befinde sich im Außenbereich, nur mit einer Privilegierung dürfe man dort bauen, antwortete das Ortsoberhaupt. Der örtliche Gemeinderat Thorsten Ott sprach sich gegen die Halle aus und hielt dagegen, dass eine Wohnsiedlung direkt angrenze.

Dazu brachten die etwa 25 anwesenden Geesdorfer weitere kleinere Anliegen vor, die Bürgermeister Knaier zu beantworten versuchte.

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