SCHWARZACH

Bald Abenteuer in der Arche Noah?

Der Erweiterungsbau am Münsterschwarzacher Kindergarten macht gute Fortschritte. In der Jahresabschlusssitzung des Schwarzacher Gemeinderats standen die Außenanlagen im Blickpunkt.
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Der Erweiterungsbau am Münsterschwarzacher Kindergarten geht gut voran. Dort können künftig zwei Kinderhortgruppen mit 24 und eine Kindergartengruppe mit 25 Kindern betreut werden. Foto: Foto: Peter Pfannes

Der Erweiterungsbau am Münsterschwarzacher Kindergarten macht gute Fortschritte. In der Jahresabschlusssitzung des Schwarzacher Gemeinderats am Dienstag standen die Außenanlagen im Blickpunkt. Weil die Playmobil-Stiftung dem Kindergartenverein St. Felizitas ein neues Spielgerät „Arche Noah“ im Wert von 130.000 Euro in Aussicht gestellt hat, diskutierte das Gremium ausführlich über eine Planungsänderung.

Notwendig sei diese, weil das gesponserte Spielgerät aufgrund seiner Größe nicht in das aktuelle Außenbereichskonzept passt. Kindergartenleitung und Vereinsvorstand hatten um eine Änderung des bestehenden Konzepts gebeten, so Bürgermeister Volker Schmitt. Es sei mit zusätzlichen Kosten für die Umplanung durch das Ingenieurbüro von 6400 Euro zu rechnen. Die geänderte Fassung müsste bei der Regierung von Unterfranken eingereicht werden, um Zuschüsse nicht zu riskieren, so Schmitt. Er erläuterte die Veränderungen: Der Außenbereich für die Kinderkrippe, die bisher südlich des Neubaus geplant war, soll in den nordwestlichen Teil verlegt werden. Durch die Nutzungsänderung fällt eine Rutsche weg. Der Raum für die Kinderwagen würde neben das Feuerwehrgerätehaus versetzt. Die Räte taten sich schwer mit einer generellen Zustimmung. „Ich kann das heute nicht entscheiden“, meinten Peter Götz und zweite Bürgermeisterin Johanna Sendner. Sie befürchten Kostenmehrungen, auch „wenn man froh über ein solches Geschenk sein sollte“, so Sendner. „Ich sehe die Sache kritisch“, meinte Hartmut Ratz. Bauchschmerzen äußerte auch Alois Möslein. Letztlich beschloss das Gremium einstimmig, dass das Ingenieurbüro Brändlein eine grobe Skizze erstellen und eventuelle Mehrkosten ermitteln soll. Ins Detail will man erst gehen, wenn die Playmobil-Stiftung fest zugesagt hat und die Massenmehrungen bekannt sind. Des Weiteren vergaben die Ratsmitglieder mehrere Aufträge für die Erweiterung des Kindergartens. Die Einbauschränke und Möbel: Firma Hetzer aus Gräfenthal 23.800 Euro. Tor- und Zaunanlagen: Firma Blum aus Schweinfurt 19.900 Euro. WC-Trennwände: Firma Melchior aus Bergtheim 2700 Euro.

Drei Millionen investiert

„Schwarzach steht am Jahresende sehr gut da“, fasste Bürgermeister Volker Schmitt seinen Jahresrückblick zusammen. Steigende Zahlen bei den Geburten, beim Bevölkerungsstand, bei den Gästeübernachtungen und nicht zuletzt bei der Gewerbesteuer (plus 18 Prozent) lassen den Bürgermeister nachts gut schlafen. Drei Millionen Euro wurden heuer investiert. „Ein stolze Summe“, so Schmitt. Gleichzeitig wurden Schulden abgebaut. Schmitt will auch 2019 in Sachen Ortsentwicklung „weiter Gas geben“. Die Sprecher der Fraktionen lobten die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat. „Der Gedanke des Miteinanders steht im Vordergrund“, sagte Thomas Weckert (CSU). „Im Gemeinderat herrscht Teamgeist“, betonte Hartmut Ratz (FCW). Lob gab es von allen Seiten für Verwaltung und Bauhof. Die Restaurierung des Bildstocks am Hasenpfad in Gerlachshausen hat 4500 Euro gekostet. Zuschüsse gaben die Unterfränkische Kulturstiftung 895 Euro, der Dreifaltigkeitsverein Schwarzach 800 Euro und die Sparkassenstiftung Würzburg 250 Euro.

Hartmut Ratz bemängelte die Beleuchtung am Marktplatz in Stadtschwarzach in der Adventszeit. „Das ist nicht wirklich weihnachtlich“, sagte er. Schmitt reagierte spontan. Er will 2019 einen höheren Betrag für Weihnachtsbeleuchtung in den Haushalt einstellen.

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