KITZINGEN

Bach begeistert in Kitzingen

„Jauchzet, frohlocket“ und das mit Pauken und Trompeten. Prächtig und mächtig mit jubelndem Chor und strahlendem Orchester, so beginnt Johann Sebastian Bachs Weichnachtsoratorium und genauso endete es auch in der gut besuchten evangelischen Stadtkirche zu Kitzingen nach anderthalb Stunden am Sonntagabend.
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Freude über ein gelungenes Konzert mit dem Chor der Paul-Eber-Kantorei, dem Ansbacher Kammerorchester und Martin Blaufelder, Roberto Ortiz, Daniel Fiolka, Edeltraud Rupek und Anja Gutgesell (von links). Foto: Foto: Robert Haaß

„Jauchzet, frohlocket“ und das mit Pauken und Trompeten. Prächtig und mächtig mit jubelndem Chor und strahlendem Orchester, so beginnt Johann Sebastian Bachs Weichnachtsoratorium und genauso endete es auch in der gut besuchten evangelischen Stadtkirche zu Kitzingen nach anderthalb Stunden am Sonntagabend.

Großer und verdienter Beifall am Ende eines begeisternden Konzerts der Paul Eber-Kantorei und des Ansbacher Kammerorchesters unter Leitung von Martin Blaufelder mit den Solisten Anja Gutgesell, Edeltraud Rupek, Roberto Ortiz und Daniel Fiolka.

Auf dem Programm standen am Sonntagabend die ersten drei von sechs Kantaten Bachs Weihnachtswerkes. Der „wohl populärsten und meistgehörten klassischen Weihnachtsmusiken“ wie Dekan Hanspeter Kern in seiner kurzen Begrüßung anmerkte.

„Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage“, steht ganz am Anfang des ersten Chores des Weihnachtsoratoriums und genau das taten Chor und Orchester auch gleich zu Beginn: Helle, klare Trompeten, mächtige Pauken und ein jubelnder Chor schafften eine festliche Atmosphäre im großen Kirchenschiff. Das ist ganz weit weg von rührseliger stiller oder heiliger Nacht, das ist pure Freude über ein großes Ereignis, das die Menschheit prägen wird.

Und diese Freude strahlen Chor und Orchester auch aus. Dekanatskantor Martin Blaufelder leitet Chor und Orchester unspektakulär durch das große Werk und lässt ganz die Musik wirken. Die ist natürlich nicht immer so spektakulär und aufwühlend, wie im ersten und im abschließenden Choral. Dazwischen gibt es auch sanfte, leise Passagen, die nicht ohne Wirkung sind. Ganz anrührend dabei die Arie „Herr, dein Mitleid“ mit den Solisten Anja Gutgesell (Sopran) und Daniel Fiolka (Bariton), was die Leistung von Tenor Roberto Ortiz und Mezzosopranistin Edeltraud Rupek nicht schmälern soll.

Nach dem Schlusschoral, in dem der Chor noch einmal in aller Kraft und allem Glanz strahlen darf und dem großen Applaus noch eine kleine Überraschung: Blaufelder sandte die Zuhörer mit einem kleinen Ohrwurm nach Hause: Chor und Orchester wiederholten als Zugabe „Ach mein herzliebes Jesulein“, dessen Melodie sicher bekannter unter dem Titel des Weihnachtslieds „Vom Himmel hoch“ ist.

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