RÖDELSEE

BRK und Wehr unter einem Dach

Große Freude bei der Rotkreuzfamilie in Rödelsee: Ihre teils porösen und 35 bis 40 Jahre alten Zelte hat die Gemeinde durch neue ersetzt.
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Gerüstet für Einsätze: Die BRK-Bereitschaft Rödelsee freut sich über die neuen Zelte. Foto: Foto: Gerhard Krämer

Große Freude bei der Rotkreuzfamilie in Rödelsee: Ihre teils porösen und 35 bis 40 Jahre alten Zelte hat die Gemeinde durch neue ersetzt.

Die Bereitschaft Rödelsee des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sei eine der größten im Landkreis, sagte Bürgermeister Burkhard Klein. Die Gemeinde stehe hinter dieser intakten Gruppe. Innerhalb von 24 Stunden sei der Antrag auf ein komplett neues Zelt und auf eine neue Zelthaut genehmigt worden. 2633 Euro habe die Gemeinde bezahlt. „Das ist für die Allgemeinheit gut angelegtes Geld“, bekräftigte Klein.

Damit erfüllte die Gemeinde schon einmal einen Wunsch der Bereitschaft. Denn auf dem Wunschzettel steht auch ein neues Fahrzeug und laut Bereitschaftsleiter Johann Eberhardt das ganz große Ziel, unter dem Dach der Feuerwehr einzuziehen. Doch dazu müsste das Gerätehaus erweitert werden und die Kosten müssten bekannt sein. Derzeit hat die Bereitschaft ihr Depot und einen Ausbildungsraum in einem Gebäude im Schlosshof, der größte Teil der Ausbildung läuft aber bei der Feuerwehr.

Die Bereitschaft, die derzeit rund 20 Aktive in ihren Reihen hat, strebt laut stellvertretendem Bereitschaftsleiter Sven Hildenbrand an, künftig zusammen mit der Feuerwehr bei einem Ernstfall alarmiert zu werden. Allerdings könne derzeit nur Sanitätsdienst geleistet werden, da die Bereitschaft nicht über einen Rettungswagen, sondern über einen alten Krankentransportwagen verfüge. Die Mannschaft gehörte so zur „Schnellen Einsatzgruppe Transport“. Acht Einsätze habe die Bereitschaft im Jahr, zum Beispiel am Weinfest.

Seit 54 Jahren gebe es die Rödelseer Gruppe, seit elf Jahren steht der 64-jährige Eberhardt an deren Spitze. Die Schwierigkeiten beim Nachwuchs erfüllen ihn mit Sorge, denn nach zehn Jahren habe die Jugendgruppe wegen Mangels an Betreuern vor einiger Zeit aufgelöst werden müssen. Zudem hätten Jugendliche heute aufgrund der veränderten Schulsituation keine Zeit mehr, bedauert Hildebrand. „Schule geht vor“, akzeptiert er aber.

Den Dank des Bayerischen Roten Kreuzes für die Hilfe der Gemeinde sprach auch Kreisbereitschaftsleiter Karsten Droll aus. Gute Ausrüstung sei wichtig. So sah Droll die Bereitschaft Rödelsee für Einsätze gut gewappnet.

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