Volkach

BN-Winterwanderung in die Nordheimer Au

Bund Naturschutz Volkach konnte zu seiner traditionellen Wanderung 28 Naturinteressierte begrüßen und verwies auf die wertvollen Naturschätze.
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Auf Einladung des Bund Naturschutz Volkach nahmen 28 Naturinteressierte an der traditionellen Winterwanderung 2020 teil. Foto: Erich Helferich

Auf Einladung des Bund Naturschutz Volkach nahmen 28 Naturinteressierte an der traditionellen Winterwanderung teil. Vorsitzender Willi Freibott führte die Gruppe vom Volkacher Bahnhof am Altmain entlang in die Nordheimer Au. Dort hieß der Vorsitzende der Bürgerinitiative Nordheimer Au, Björn Schotta, die Gäste willkommen.

Vielen Besuchern waren laut Pressebericht von der Tatsache überrascht,  dass die Au ein Hotspot der Artenvielfalt und Heimat von Zauneidechsen, Wendehals, Wiedehopf, zahlreichen Schmetterlings- und Wildbienenarten ist. Das  Areal ist als Vogelschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet und Geotop ausgewiesen. In den Streuobst- und Auenwiesen sowie im Uferbereich des Mains befänden sich viele Arten, die unter besonderem oder strengem Schutz stehen und in der „Roten Liste“ der gefährdeten Arten aufgeführt sind, erklärte Schotta. Er betonte, dass die Natur an diesem Standort sich dem Sandboden und der Trockenheit stark angepasst habe.

Die Nordheimer Au mit ihren Obstwiesen und sandigen Brachen stelle eines der letzten Refugien einer einzigartigen Population von Insekten, Vögeln, Reptilien, Pilz- und Pflanzenarten dar. Diese würden verschwinden, wenn die Fläche den Baggern weichen müsste. Dieser wertvolle Naturraum habe sich in den vergangenen Jahren auch zu einem Kultur- und Erholungsraum für Touristen und Einheimische entwickelt und müsse erhalten bleiben, so Schotta.

Er schilderte auch die aktuelle Situation beim Widerstand gegen den Sand- und Kiesabbau auf diesem Areal. Das Genehmigungsverfahren sei beim Landratsamt Kitzingen Abteilung Wasserrecht anhängig. Mit einem erneuten dritten Antrag der Kiesfirma sei voraussichtlich ab Herbst 2020 zu rechnen. Allerdings sei eine sogenannte Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erforderlich, die die Auswirkungen des Sand- und Kiesabbaus auf Mensch und Natur transparent macht. Parallel stehe die Entscheidung zur Petition im Umweltausschuss des Bayerischen Landtags an.

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