KITZINGEN

BN-Vorstoß: „Deusterpark“ soll Park bleiben

Ob im einstigen Kitzinger Deuster-Garten (zwischen Nordtangente und Fischergasse) eine Mehrzweckhalle entsteht, wird vermutlich am 5. Februar kommenden Jahres im Stadtrat entschieden. Für einen Erhalt des seit langem von der Natur zurückeroberten Geländes spricht sich jetzt die Ortsgruppe Kitzingen des Bund Naturschutzes (BN) in einer Eingabe an das Gremium aus.
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Ob im einstigen Kitzinger Deuster-Garten (zwischen Nordtangente und Fischergasse) eine Mehrzweckhalle entsteht, wird vermutlich am 5. Februar kommenden Jahres im Stadtrat entschieden. Für einen Erhalt des seit langem von der Natur zurückeroberten Geländes spricht sich jetzt die Ortsgruppe Kitzingen des Bund Naturschutzes (BN) in einer Eingabe an das Gremium aus.

Der Vorstoß, das laut letzten Schätzungen rund sieben Millionen Euro teure Vorhaben zu kippen, muss laut Verwaltung nicht im Stadtrat behandelt werden. Das BN-Schreiben sei aber allen Stadträten zugeleitet worden und könne in den Abwägungsprozess zur Ratsentscheidung einfließen. Letztere könnte spannend werden: Im Januar hatte sich das Gremium mit der hauchdünnen Mehrheit von 14:13 Stimmen für die Sporthallen- und Mehrzwecklösung im Deustergelände und gegen Stadthallenpläne in einer der Ex-Kasernen (Larson- und Harvey Barracks) ausgesprochen.

Einen eigenen Weg fährt der BN. Der will den „Deusterpark“ für die Bürger erhalten und jegliche Bebauung verhindern. Das Gelände sei „das letzte größere Stück Natur in Kitzingens Altstadt“ und müsse als solches bewahrt werden. Bislang habe die Altstadt, verglichen mit dem Gartenschaugelände auf der anderen Mainseite, wenig von den „Bemühungen der Stadt gehabt, Grünflächen und naturnahe Erholungsräume für die Bewohner zu schaffen.“

Klar für den BN: Die Mehrzweckhalle sei „nicht zielführend“. Die Ortsgruppe spricht sich dafür aus, die marode Deuster-Schulturnhalle – Auslöser der großen Hallenpläne – zu renovieren und eine Veranstaltungshalle im Innopark ins Auge zufassen. Das Angebot der Innopark GmbH sei „äußerst günstig und aus naturschützender Sicht als optimal“ anzusehen, heißt es in der BN-Eingabe. Mit einer Stadthalle im einstigen US-Veranstaltungszentrum werde eine Versiegelung im Deusterpark verhindert, es gebe kein Lärmproblem und die Stadt habe eine „feste finanzielle Planungsgröße“.

Allerdings sind die Pläne für eine Stadthalle im Innopark oder im Technologiepark „conneKT“ (Harvey-Barracks vom Stadtrats-Tisch. Beide Angebote sind aus der Sicht von OB Siegfried Müller nicht finanzierbar, wie er Mitte November betonte: „Wir investieren in ein fremdes Projekt“. Zudem werde mit einer Stadthalle an anderer Stelle lediglich das Veranstaltungsproblem gelöst, nicht aber die Frage der Schulsporthalle. Die muss bald her: Schließlich müssen die Schüler der Paul-Eber- und der St. Hedwig-Schule seit Sperrung ihrer Turnhalle vor rund zwei Jahren zum Sport in den Innopark gefahren werden.

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