Iphofen
Bürgerversammlung

B8-Kreisel bleibt auf der Iphöfer Wunschliste

Der Wunsch nach einem Kreisverkehr an der B8-Kreuzung ist bei den Iphöfer Bürgern ungebrochen. Dies wurde bei der Bürgerversammlung deutlich, zu der Bürgermeister Josef Mend (FW) am Donnerstag rund 200 Bürgermeister in der Karl-Knauf-Halle begrüßen konnte.
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Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über die Großprojekte in Iphofen und den Stadtteilen zu informieren und schauten sich unter anderem die Pläne für das neue Dienstleistungszentrum an. Foto: G. Bauer
Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über die Großprojekte in Iphofen und den Stadtteilen zu informieren und schauten sich unter anderem die Pläne für das neue Dienstleistungszentrum an. Foto: G. Bauer
Mend berichtete von einem kürzlich geführten Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt, da die Kreuzung allgemein als gefährlich angesehen werde. "Nach der Statistik ist sie aber kein Unfallschwerpunkt", sagte der Bürgermeister - und damit ergebe sich auch keine Notwendigkeit zum Ausbau. Die Stadt könne allenfalls über eine höhere politische Ebene etwas erreichen. Ob die Stadt damit allerdings Erfolg habe, sei ungewiss. "Alle Kreisel im Landkreis haben bis zu ihrer Umsetzung einige Zeit gedauert", unterstrich Mend.

Das Bauamt lehnt allerdings auch eine Ampellösung ab. Der Bürgermeister versprach eine Verbesserung der Verkehrssituation - nach Möglichkeit mit einem Kreisel - unnachgiebig weiter zu verfolgen.

Debatte um die Windkraft

Ein weiteres umstrittenes Thema in der Versammlung war das Windkraftkonzept der Stadt mit dem Teilflächennutzungsplan Windkraft.
Mend führte den Bürgern die Zusammenhänge vor Augen, die die Stadt Iphofen schließlich zur Aufstellung eines solchen Planes als einzige Möglichkeit veranlasst hätten. Nur auf diesem Wege könne der ungehinderte Bau privilegierter Windkraftanlagen beeinflusst werden.

Ziel sei es, durch Ausweisung von Windparks das Landschaftsbild durch konzentrierte Flächen so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Ein aus Norddeutschland zugezogener Bürger hielt der Stadt vor, dass nahe der Standorte stehende Häuser unverkäuflich würden. Mend bestätigte, dass Menschen die Entwicklung ihres Eigentums im Auge hätten. Es müssten jedoch zu allen Wohnbauten Abstände eingehalten werden. Dahingehend seien alle Flächen vom Teambüro Markert, das das Windkraftgutachten ausarbeitete, geprüft worden, ebenso auf Umweltbedenken. "Iphofen braucht keine Windräder, um die Stromversorgung Deutschlands zu sichern", beharrte der Bürger auf seiner Meinung.

Mehr Spielraum für die Stadt

Mend berichtete den Bürgern von zahlreichen Grundstückskäufen, mit denen sich die Stadt weiteren Handlungsspielraum offen halten will. Das Anwesen Schützenstraße 1c sei wegen der unmittelbaren Nachbarschaft zur Karl-Knauf-Halle erworben worden. Im Anwesen Bahnhofstraße 29 seien die städtische Forstverwaltung und die Forstbetriebsgemeinschaft untergebracht. Auf den Flächen des ehemaligen Bauunternehmens Neubert will die Stadt zudem ihr Dienstleistungsangebot erweitern. Mit dem Anwesen Kirchgasse 13 will sich die Stadt Möglichkeiten für einen späteren Erweiterungsbau des ABZ offen halten.

Durch den Zukauf des Anwesens Altmannshäuser Straße 24 im Ortsteil Dornheim kann die Stadt ein Anwesen im Ortskern mit rund 1200 m² Größe anbieten. Offen ist hingegen, was mit dem ebenfalls erworbenen ehemaligen Gasthaus in der Poststraße 1 in Possenheim geschehen soll. Ein Nutzungs- und Sanierungskonzept wurde für das denkmalgeschützte Gebäude zwar erarbeitet, eine Entscheidung fiel jedoch noch nicht. Zunächst stehen Sicherungsmaßnahmen an.

Für das sanierungsbedürftige Wohnhaus Ringstraße 1 in Nenzenheim und für das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Försterhaus in der Sportplatzstraße 5 sowie die alte Schule in Hellmitzheim gibt es derzeit weder Interessenten noch ist über die weitere Nutzung entschieden.



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