Iphofen

B 8 bei Iphofen für drei Wochen komplett gesperrt

Der geplante Kreisverkehr auf der Bundesstraße bei Iphofen fordert erneut die Geduld der Autofahrer. Ab nächster Woche heißt es: Nichts geht mehr. Es gibt eine Umleitung.
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Der Kreisverkehr an der Bundesstraße 8 bei Iphofen geht der Vollendung entgegen. Dafür muss die Straße nun aber komplett gesperrt werden. Foto: Eike Lenz

Aus welcher Richtung man sich auch nähert: Dass hier nach wochenlangen Erd- und Bauarbeiten eine runde Sache entsteht, ist weithin sichtbar. Der Kreisverkehr auf der Bundesstraße 8 oberhalb Iphofens geht seiner Vollendung entgegen. Nur an einigen Ecken und Kanten gilt es noch zu feilen, und dieser Feinschliff wird nicht nur Autofahrern noch einmal einiges abverlangen: Ab kommendem Montag, 28. Oktober, wird die B 8 für mindestens drei Wochen komplett gesperrt bleiben. Umgeleitet wird der Verkehr, auch der Schwerverkehr, über die alte Staatsstraße durch Iphofen. Eine Belastungsprobe für alle Anwohner der Strecke – und eine Geduldsprobe für alle Pendler, zumal die Bundesstraße einige Kilometer ostwärts Richtung Neustadt/Aisch zusätzlich bis mindestens Mitte Dezember wegen Bauarbeiten dicht ist.

Die Konturen des Kreisverkehrs sind sichtbar

Besuch auf der Baustelle am Montagvormittag: Überall liegen kleinere oder größere Haufen mit Sand und Kies, die Konturen des Kreisverkehrs sind bereits erkennbar. Die kreisrunde Fahrbahn, die sich in einem Durchmesser von 40 Metern um das mit Erde gefüllte Rondell zieht, ist sogar schon fertig. Der Verkehr wird derzeit über eine Ampel geregelt. Es ist nicht viel los an diesem Vormittag, aber wenn die Fahrbahn erst mal dicht ist, wird der Verkehrsstrom in Iphofen deutlich anschwellen. Bürgermeister Josef Mend ist sich bewusst, dass es Härtefälle geben werde. Aber die Bürger hätten den Kreisverkehr gewollt – „jetzt müssen wir ihn auch bauen“. Die Baustelle komplett abzuriegeln, sei die einfachste Lösung. „Dadurch geht es zügiger“, sagt Mend. Bis Freitag, 15. November, soll die Vollsperrung dauern.

Dass es so kommen werde, sei von Anfang an geplant gewesen, ergänzt Matthias Kurth, der Leiter des städtischen Bauamts. „Wir haben keine Alternative.“ Die Ausweichroute, auch für den Schwerverkehr, führt über die Rödelseer Straße, Schützenstraße, Birklinger Straße und Einersheimer Straße, also in weiten Teilen entlang des Schulwegs vieler Kinder. Die Geschwindigkeit soll deshalb auf 30 km/h reduziert werden. Der Bahnhof ist aus beiden Richtungen nur über die Alte Reichsstraße zu erreichen. Zu den Einkaufsmärkten gelangt man wie bisher über die Bahnhofstraße. Frühestens im April nächsten Jahres beginnen laut Kurth oberhalb der B 8 die Arbeiten am neuen Busbahnhof.

Mend hofft auf gutes Wetter ohne Frost

Nicht nur Mend hofft, dass Wetter und Temperaturen mitspielen („kein Frost, kein Starkregen“) und der Zeitplan zu halten ist. Läuft alles wie erwartet, ist der Kreisverkehr Mitte November fertig und uneingeschränkt nutzbar. Danach wird die Bahnhofstraße angebunden und muss an der Schnittstelle zur Bundesstraße noch einmal für einige Wochen dichtgemacht werden. Linien- und Schulbusse steuern während der Vollsperrung die Ersatzhaltestelle Bahnhof an der Winzergenossenschaft (Dr.-Karlheinz-Spielmann-Straße) an. Fahrgäste werden gebeten, dort ein- und auszusteigen, da die bisherigen Ersatzhaltestellen an der B 8 entfallen und erst ab dem 16. November wieder angefahren werden.

Gesperrt bleibt die Bundesstraße bis auf Weiteres zwischen Enzlar und Altmannshausen.  Dort wird noch bis zum Jahresende die gefährliche Kurve im Bereich des „Saugrabens“, an der es mehrere tödliche Unfälle gab, ausgebaut und entschärft. Ein Teil des Umleitungsverkehrs läuft schon seit Wochen über die Iphöfer Stadtteile Dornheim und Hellmitzheim.

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