KITZINGEN

B 8-Kreuzung vor Umbau

Ein tiefer Eingriff im innerstädtischen Verkehr auf der B 8 in Kitzingen steht bevor, wenn Anfang Mai der Umbau der Kreuzung zwischen Wörthstraße und Am Stadtgraben beginnt. Die Arbeiten, die vermutlich – gemeinsam mit der Fahrbahnerneuerung zwischen Rosengarten und E-Center-Kreuzung – für elf Wochen Dauerstaus auslösen könnten, bescherten auch dem Stadtrat am Donnerstagabend etwas Wirbel.
Artikel drucken Artikel einbetten

Ein tiefer Eingriff im innerstädtischen Verkehr auf der B 8 in Kitzingen steht bevor, wenn Anfang Mai der Umbau der Kreuzung zwischen Wörthstraße und Am Stadtgraben beginnt. Die Arbeiten, die vermutlich – gemeinsam mit der Fahrbahnerneuerung zwischen Rosengarten und E-Center-Kreuzung – für elf Wochen Dauerstaus auslösen könnten, bescherten auch dem Stadtrat am Donnerstagabend etwas Wirbel, weil das Gremium kurz vor Baubeginn noch einige offene Fragen geklärt wissen wollte.

Der Kreuzungsumbau beschert dem B 8-Abschnitt ein neues Gesicht, vergleichbar dem der kürzlich sanierten Kreuzung am Falterturm. Und weil hier schon im Auftrag des Staatlichen Bauamts gegraben wird, hat sich die Stadt angehängt: Ein Teil der anschließenden Fahrbahn in der Wörthstraße und Am Stadtgraben wird erneuert, ebenso ein Stück Kanal am Hindenburgring. Und die Einmündungen zur Schreibersgasse bekommen ein Stück Pflaster. Kostenpunkt für die Stadt: runde 86 000 Euro.

Am baulichen Drumherum der Stadt hatte der Stadtrat wenig auszusetzen. Auf Kritik von Jens Pauluhn (ödp) stieß allerdings die Ausbauvereinbarung zwischen Stadt und Staatlichem Bauamt, die der Würzburger Behörde das alleinige Entscheidungsrecht zubilligt. Der Punkt soll nun auf Anweisung von OB Siegfried Müller umgeschrieben werden: Falls das Staatliche Bauamt Änderungen an den bisherigen Ausbauplänen vornehmen will, ist die Stadt zu beteiligen.

Fehlendes Detail

Ein fehlendes Detail der Planung sprach CSU-Fraktionschef Andreas Moser an: Am Fußgängerüberweg Am Stadtgraben ist keine Radspur als Verbindung des Radwegs vorgesehen. Die soll jetzt als farbliche Markierung eingebracht werden. Prüfen will Bauamtschef Oliver Graumann auch, ob an der Ecke Hindenburgring/Stadtgraben der Baum an der Ampel weg muss oder erhalten werden kann.

Grundsatzkritik kam von KIK-Fraktionschef Klaus Christof. Dass der Stadtrat OB Müller „zur Beschleunigung“ der Arbeiten mit der Auftragsvergabe beauftragen müsse, werde allmählich zur unliebsamen Gewohnheit. Angesichts der Zeit, in der die Baupläne im Stadtbauamt lägen, sei dies völlig unverständlich.

Eine Neuvorlage der Unterlagen – nach Klärung der Streitpunkte – zu einem späteren Zeitpunkt fand im Stadtrat keine Mehrheit (20 gegen sechs Stimmen). Die städtischen Arbeiten rund um die Kreuzung wurden bei einer Gegenstimme beschlossen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren