Kitzingen

Azubi-Projekt von GEA und den Mainfränkischen Werkstätten

Mitarbeiter mit Behinderung aus den Mainfränkischen Werkstätten und Auszubildende der Firma GEA arbeiten im Rahmen eines Azubi-Projektes zusammen und lernen dabei im Austausch die Aufgabengebiete des jeweils anderen kennen, heißt es in einer Pressemitteilung. Dazu besuchten Ende Juli die Jugendlichen der Firma GEA für einen Tag die Kitzinger Werkstatt, um sich zur Berufsbildung dort ein Bild zu machen. Danach kamen acht Mitarbeiter aus dem Berufsbildungsbereich bei den Auszubildenden der Firma GEA zu Besuch.
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Die Teilnehmer aus dem Berufsbildungsbereich der Mainfränkischen Werkstätten Kitzingen bei der Teamarbeit mit den Auszubildenden der Firma GEA. Foto: Anja Gropp
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Mitarbeiter mit Behinderung aus den Mainfränkischen Werkstätten und Auszubildende der Firma GEA arbeiten im Rahmen eines Azubi-Projektes zusammen und lernen dabei im Austausch die Aufgabengebiete des jeweils anderen kennen, heißt es in einer Pressemitteilung. Dazu besuchten Ende Juli die Jugendlichen der Firma GEA für einen Tag die Kitzinger Werkstatt, um sich zur Berufsbildung dort ein Bild zu machen. Danach kamen acht Mitarbeiter aus dem Berufsbildungsbereich bei den Auszubildenden der Firma GEA zu Besuch.

Führung durch die Werkstätten

Zum Start gab es eine Führung durch die Kitzinger Werkstatt und danach bildeten sich Teams aus je einem Mitarbeiter der Mainfränkischen Werkstätten und einem Auszubildenden von GEA. Jeder Mitarbeiter erklärte seinem Teampartner die Arbeitsschritte, der täglich anfallenden Aufgaben. So wurde gemeinsam etikettiert, Elektroarbeiten durchgeführt, Holz bearbeitet und Kuchen gebacken. Schnell war allen klar, dass sowohl die Werkstattmitarbeiter als auch die Auszubildenden vom Wissensaustausch profitieren und sich gegenseitig wertvolle Tipps geben konnten. Zur Erinnerung wurden gemeinsam gefertigte Blöcke an jeden Gast-Teilnehmer verteilt.

Bei der gemeinsamen Abschlussrunde zum ersten Tag zeigten sich die GEA-Auszubildenden beeindruckt. Sie gaben zu, dass sie keine Vorstellung von der Arbeitsweise und den Anforderungen in den Werkstätten gehabt hätten. Für bemerkenswert hielten sie auch den offenen Umgang miteinander. Es habe keinerlei Berührungsängste oder Vorurteile gegeben. Man sei sich freundschaftlich und auf Augenhöhe begegnet.

Andreas Parusel, Personalleiter Deutschland Süd bei der GEA stellte fest: „Ich sehe dieses Projekt als eine Bereicherung für alle. Unsere Auszubildenden lernen auf diese Weise etwas über Inklusion und soziales Engagement. Und die Mitarbeiter der Mainfränkischen Werkstätten erhalten einen Einblick in die Ausbildung bei GEA.“

T-Shirts als Gastgeschenk bei GEA

Der Gegenbesuch bei der Firma GEA startete morgens mit einer Sicherheitsunterweisung und Firmenführung. Die Mitarbeiter mit Behinderung der Mainfränkischen Werkstätten erhielten Firmenshirts von GEA und trugen diese voller Stolz. Zwei Auszubildende der Firma GEA präsentierten anhand einer 3D-Zeichnung für einen Stiftehalter, wie die Arbeit eines technischen Zeichners funktioniert. Danach wurden die Teams gebildet, zwei Mitarbeiter durften die Arbeit im Lager kennenlernen, sechs Mitarbeiter gingen in die Lehrwerkstatt um dort den zuvor in 3D präsentierten Stiftehalter zu fertigen. Mit viel Elan und Freude wurde zusammen gearbeitet, gelernt und ausprobiert.

Nach dem gelungenen Projektstart waren in der Nachbesprechung alle Beteiligten einer Meinung: Diese erfolgreiche Zusammenarbeit müsse unbedingt weitergeführt werden. An Ideen für gemeinsame Projekte mangele es nicht. So steht schon jetzt fest, dass das Projekt im nächsten Jahr wiederholt werden soll. Möglicherweise wird zum Ende des Jahres ein Mitarbeiter der Kitzinger Werkstatt ein Praktikum bei der Firma GEA machen dürfen. Auch die gemeinsame Teilnahme an der „Tour de Müll“ im Landkreis Kitzingen werde angestrebt.

Sebastian Ment, Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung im Berufsbildungsbereich der Mainfränkischen Werkstätten erläuterte: „Für unsere Mitarbeiter war dieses Projekt in vielerlei Hinsicht ein Lernerfolg. Ihre Persönlichkeit wurde gefördert, sie lernten,mit Listen zu arbeiten und auch kleine Dinge, wie Regelwerke bei einer Gruppenarbeit, wurden ihnen bewusst gemacht.“

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