WIESENBRONN

Autoklau nach Arztbesuch

Ein schöner Spätsommertag, viele Schaulustige am Rathausplatz: Die Rahmenbedingungen für den Kirchweihumzug der „Wissebrinner Kerm“ hätten am Sonntag nicht besser sein können. Die Kirchweihburschen hatten für die Gäste Festwägen gebaut und nahmen kuriose Ereignisse aufs Korn.
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Hoch zu Ross: Kirchweihprediger Jochen Schenk gibt einige Kuriositäten in seiner Kirchweihpredigt zum Besten. Foto: FOTO Hartmut Hess

Ein schöner Spätsommertag, viele Schaulustige am Rathausplatz: Die Rahmenbedingungen für den Kirchweihumzug der „Wissebrinner Kerm“ hätten am Sonntag nicht besser sein können. Die Kirchweihburschen hatten für die Gäste Festwägen gebaut und nahmen kuriose Ereignisse aufs Korn.

Angeführt von Kirchweihprediger Jochen Schenk hoch zu Ross, schlängelte sich der Zug von der Schillergasse zum Rathaus, wo eine große Gästeschar die Sonne und Kirchweihspezialitäten genossen.

Einige Motivwägen hatten es in sich, wie die Geschichte von einem Wiesenbronner, der in Kitzingen beim Arzt war und danach fast vom Schlag getroffen wurde, als er die Praxis verließ und sein Auto nicht mehr aufzufinden war. Der gute Mann zeigte den vermeintlichen Diebstahl sofort bei den Hütern des Gesetzes an, die den Fall aber schnell lösten. Denn der Mann hatte sein Fahrzeug nur in der falschen Straße gesucht, weshalb keine Straftat vorlag und die Leute in Wiesenbronn etwas zu Lachen hatten.

Jochen Schenk breitete die Themen der Wägen in der Kirchweihpredigt weidlich aus, frei nach dem Motto: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Ein Bild zum „Schießen“ gab ein anderer ab, der seine Biotonne nicht rechtzeitig auf die Straße gestellt hatte. Deswegen nahm er seine Tonne und rannte durchs Dorf dem Müllauto hinterher – aber vergeblich. Danach habe er seinen Abfall anderweitig aufgeteilt und für Gesprächsstoff im Dorf gesorgt.

Eine nicht alltägliche Form des Weckens erlebte ein Bursche, der im Suff auf der Toilette eingeschlafen war. Denn seine Kumpane machten sich einen Spaß, in dem sie die Rauschkugel mit der Badewannenbrause weckten.

Durch den Kakao zogen die Burschen auch einen Zeitgenossen, der sich in einem Baumarkt eine Motorsäge kaufte und sich zum Baumfällen anleiten ließ. Derart gewappnet, fällte der Mann seinen Baum, der aber zum Ärger seines Nachbarn in dessen Garten krachte.

Die Kirchweih geht am Dienstag weiter mit dem Bürgerauszug um 9 Uhr, zu dem Männer in Frack und Zylinder vor dem Rathaus bei Bürgermeisterin Doris Paul antreten und später im Schießstand den Bürgerkönig ermitteln. Das Finale der Kirchweih bildet der Bürgerball am Abend im Sportheim, wenn „Die Reichmannsdorfer“ ab 20 Uhr aufspielen.

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