WIESENTHEID

Autohof mit Hotel ist weiter Thema

Die Erschließung des neuen Gewerbegebiets „Mähling“ verzögert sich in Wiesentheid etwas. Ein potenzieller Interessent hatte sich bereits in der März-Sitzung vorgestellt.
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Die Erschließung des neuen Gewerbegebiets „Mähling“ verzögert sich in Wiesentheid etwas. Grund ist, dass immer noch keine abschließende Aussage getroffen werden kann, „ob und inwieweit Naturschutzmaßnahmen im Hinblick auf Ameisen-, Eidechsen- und Vogelarten in den Bebauungsplan aufgenommen werden müssen.“ Diese Mitteilung des zuständigen Ingenieurbüros trug Bürgermeister Werner Knaier dem Gemeinderat vor.

Das Gremium wollte in seiner Sitzung einen weiteren erforderlichen Beschluss für das Areal an der Rüdenhäuser Straße fassen, um die Erschließung voranzutreiben. Nun muss Bürgermeister Knaier hoffen, dass es zur nächsten Sitzung am 8. Mai klappt. Die Kommune möchte die Fläche in Nähe der Autobahn möglichst bald für eine Bebauung bereitstellen, damit sich Industrie und Gewerbe ansiedeln könne.

„Wir würden gerne erstmal ein Referenzobjekt besichtigen.“
Bürgermeister Werner Knaier zur Anfrage des Investors

Ein potenzieller Interessent hatte sich bereits in der März-Sitzung vorgestellt. Der Geschäftsführer eines Planungsentwicklungsbüros mit Sitz in Dortmund hatte wegen des Baus eines Autohofs mit Hotel angefragt, eine Fläche von bis zu 40 000 Quadratmeter würde sein Investor eventuell erwerben.

Welches Unternehmen dahinter stecke, wollte er noch nicht sagen. Es hieß, dass es eine renommierte Kette sei. Bürgermeister Knaier berichtete, dass der Interessent in den letzten Tagen erneut „ganz vehement“ nachgefragt habe und eine Vereinbarung über eine Option auf die Fläche haben möchte. Das geht Knaier und den Räten zu schnell, zumal noch einiges unklar ist.

„Wir sind noch nicht einmal im Besitz aller Flächen, zudem wird der Bebauungsplan erst aufgestellt. Außerdem würden wir gerne erstmal ein Referenzobjekt besichtigen“, sagte Knaier. Er habe den Interessenten zudem auf das nahe gelegene Gelände des Autohofs in Rüdenhausen hingewiesen, das demnächst zur Versteigerung anstehe.

Ratsmitglied Michael Rückel fand die Präsentation des Büros in der letzten Sitzung „inhaltlich sehr dürftig, das hatte Show-Charakter.“ Ihn störte, dass der Vortragende weder bei den Nachfragen zu den Themen Gewerbesteuer, Arbeitsplätze oder anderen essentiellen Dingen klare Aussagen machen konnte. Grundsätzlich sei gut zu überlegen, ob man sich im Gebiet vier Hektar Fläche mit Lastwagen zustellen lassen möchte. „Unser Filetstück ist mir zu wertvoll dafür“, meinte er.

Außerdem gelte es zu bedenken, dass im Zuge des Ausbaus der Autobahn bei Gräfenneuses ein größerer Lkw-Parkplatz entstehen soll. Das sah Gemeinderat Otto Hünnerkopf genauso. Hundert Arbeitsplätze seinen ihm bei der Fläche zu wenig, man wolle, dass möglichst nicht nur Lagerflächen oder Lkw-Stellplätze in dem Gebiet entstehen.

„Wir lassen uns nicht unter Druck setzen“, riet Hünnerkopf. Ein Hotel stehe schon lange ganz oben auf der Wiesentheider Wunschliste, meinte Bürgermeister Knaier. Er könne sich vorstellen, dass auch andere Hotelbetreiber Interesse an einer Ansiedlung hier hätten, sagte er. Man werde weiter in Gesprächen bleiben.

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