KITZINGEN

Ausstellung über einen ganz besonderen Zufluchtsort

Im Jahr 1926 war die „Wirtschaftliche Frauenschule auf dem Lande“ vom Jüdischen Frauenbund im oberbayerischen Wolfratshausen eröffnet worden. Auch junge Frauen aus Kitzingen, Mainstockheim und Würzburg besuchten die Schule mit landwirtschaftlicher Ausrichtung.
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Ausstellung über einen ganz besonderen Zufluchtsort
(ela) Im Jahr 1926 war die „Wirtschaftliche Frauenschule auf dem Lande“ vom Jüdischen Frauenbund im oberbayerischen Wolfratshausen eröffnet worden. Auch junge Frauen aus Kitzingen, Mainstockheim und Würzburg besuchten die Schule mit landwirtschaftlicher Ausrichtung. Junge Frauen sollten hier zunächst einmal lernen, einen jüdischen Haushalt nach rituellen Regeln zu führen. Während der NS-Zeit entwickelte sich die Einrichtung dann zu einem Zufluchtsort. In der Pogromnacht am 9./10. November 1938 wurden alle Schülerinnen und Lehrerinnen vertrieben. Die Schule wurde geschlossen. Seit 2002 forscht ein Team im Auftrag des Historischen Vereins Wolfratshausen nach Spuren überlebender Zeitzeuginnen. Die Arbeit wird in der Wanderausstellung „Wir lebten in einer Oase des Friedens“ dokumentiert, die der Förderverein ehemalige Synagoge Kitzingen von diesem Montag an, 16. September, bis zum 4. Oktober in der Alten Synagoge Kitzingen zeigt. An diesem Montag um 19.30 Uhr lädt der Förderverein zur Ausstellungseröffnung ein. Dr. Sybille Krafft führt mit Kurzvortrag und Film in die Geschichte der jüdischen Mädchenschule und das Forschungsprojekt ein, heißt es in der Einladung. Michael Schneeberger ergänzt mit Biographien einiger Frauen aus der hiesigen Region. Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 10-17 Uhr (Eintritt frei). Foto: Foto: Hist. Verein Wolfratshausen
Im Jahr 1926 war die „Wirtschaftliche Frauenschule auf dem Lande“ vom Jüdischen Frauenbund im oberbayerischen Wolfratshausen eröffnet worden. Auch junge Frauen aus Kitzingen, Mainstockheim und Würzburg besuchten die Schule mit landwirtschaftlicher Ausrichtung.

Junge Frauen sollten hier zunächst einmal lernen, einen jüdischen Haushalt nach rituellen Regeln zu führen. Während der NS-Zeit entwickelte sich die Einrichtung dann zu einem Zufluchtsort. In der Pogromnacht am 9./10. November 1938 wurden alle Schülerinnen und Lehrerinnen vertrieben. Die Schule wurde geschlossen.

Seit 2002 forscht ein Team im Auftrag des Historischen Vereins Wolfratshausen nach Spuren überlebender Zeitzeuginnen. Die Arbeit wird in der Wanderausstellung „Wir lebten in einer Oase des Friedens“ dokumentiert, die der Förderverein ehemalige Synagoge Kitzingen von diesem Montag an, 16. September, bis zum 4.
Oktober in der Alten Synagoge Kitzingen zeigt.

An diesem Montag um 19.30 Uhr lädt der Förderverein zur Ausstellungseröffnung ein. Dr. Sybille Krafft führt mit Kurzvortrag und Film in die Geschichte der jüdischen Mädchenschule und das Forschungsprojekt ein, heißt es in der Einladung. Michael Schneeberger ergänzt mit Biographien einiger Frauen aus der hiesigen Region. Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 10-17 Uhr (Eintritt frei).

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