Volkach

Ausstellung „100 Wege über den Main“ in der Barockscheune

Ein informativer und kurzweiliger Ausflug mit vielen Flussüberquerungen erwartet die Besucher der Sonderausstellung „Über. Brücken. 100 Wege über den Main“.
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Die Sonderausstellung „Über. Brücken. 100 Wege über den Main” wurde am Freitag im Museum Barockscheune feierlich eröffnet und zog gleich die Besucher in ihren Bann.

Ein informativer und kurzweiliger Ausflug mit vielen Flussüberquerungen erwartet die Besucher der Sonderausstellung „Über. Brücken. 100 Wege über den Main“, die im Volkacher Museum Barockscheune gezeigt wird. Die Wanderausstellung des Bezirks Unterfranken, die der Symbolgeschichte von Brücken als Verbindung von Völkern, Kulturen und Standpunkten nachspürt, wurde am Freitagabend feierlich eröffnet.

Zusätzlicher Teil über die Brücke nach Astheim

Zur Vernissage waren etwa 40 Gäste gekommen, unter ihnen viele Volkacher, die die Entwicklung der Mainüberquerungen selbst miterlebten. Parallel zur Wanderausstellung des Bezirks haben Museumsleiterin Margit Hofmann und ihr Helferteam den hinteren Teil der Barockscheune der Brücke zwischen Volkach und Astheim gewidmet – vom Erstbau im Jahre 1892 und der Zerstörung 1945, über die Behelfsbrücke 1949 bis zum Neubau der heutigen modernen Brücke 2011.

„Wir haben eine Dokumentation über die drei Brücken zusammengestellt“, erklärte Margit Hofmann. Dankbar sei sie Wolfgang Schramm vom Förderverein der Mainschleifenbahn, der dem Museum umfangreiches Foto- und Planmaterial aus dem Astheimer Bahnwärterhäuschen zur Verfügung stellte.

Nur sieben Brücken im 18. Jahrhundert

Brücken seien, ganz gleich ob konkret oder symbolisch derzeit vor allem eins: ein Versprechen, sagte Joachim Ramming vom Kulturbüro FranKonzept in seiner Einführung. Vielleicht seien sie ein Versprechen auf Verbesserungen, in jedem Fall aber ein Versprechen auf Veränderungen. Das Würzburger Kulturbüro hatte die Konzeption, die Gestaltung und die Texte der Wanderausstellung übernommen.

Ramming gab einen Einblick in die Präsentation von Wegen über den Main mit Brücken, Fähren und Schelchen. „Brücken zu bauen bedeutet, Hindernisse zu überwinden“, betonte er. Im 18. Jahrhundert überspannten nur sieben Brücken den Fluss und verschafften den Anrainern Handel, Verkehr und Zolleinnahmen. Heute sind die massiven Brücken aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, aber auch schwimmende Brücken konnten erhalten werden.

Fähren sind beliebt

Gerade an der Volkacher Mainschleife sorgen Fährverbindungen für kurze Wege und sind beliebte Beförderungsmittel. Vier Fähren bringen Menschen und Fahrzeuge von Nordheim nach Escherndorf, von Fahr nach Untereisenheim sowie von Obereisenheim und Wipfeld ans andere Mainufer. Volkachs Zweite Bürgermeisterin Gerlinde Martin freute sich, dass die Ausstellung in Volkach Halt macht. „Davon können wir alle profitieren“, meinte sie. Die Gitarrengruppe der Musikschule Volkach unter der Regie von Barbara Hölzer baute musikalische Brücken.

Geöffnet bis 2. September

Die Ausstellung in der Barockscheune (Weinstraße 7, Volkach) kann freitags von 14 bis 17 Uhr sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden. Die Ausstellung endet am 2. September.



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