Kitzingen

Ausbildungswochenende des THW punktet mit Spaßfaktor

Nachwuchshelfer aus Bamberg und Karlstadt verbringen ein abwechslungsreiches Wochenende in Kitzingen. Die spannenden Übungen fordern alle – auch die Grobmotoriker.
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Hindernisse aus Eisen wie diese Stahlmatte mussten die THW-Jugendlichen bei ihrem Ausbildungswochenende in Kitzingen auf Seite räumen. Foto: Hartmut Hess
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Das Üben und Verbessern der eigenen Fähigkeiten stand im Mittelpunkt eines Ausbildungswochenendes für Nachwuchshelfer der Ortsverbände des Technischen Hilfswerks (THW) aus Kitzingen, Bamberg und Karlstadt. Doch würzten die Ausrichter um den Kitzinger Jugendleiter Max Spiegel die Tage in Kitzingen mit einer großen Prise Spaß und auch das Gemeinschaftserlebnis spielte eine Rolle, übernachteten die Teilnehmer doch auf Feldbetten in der ausgeräumten Fahrzeughalle des Kitzinger Ortsverbands.

Wie Max Spiegel erläuterte, war der Samstag in vier Stationen an drei Standorten konzipiert. "Hier haben die jungen Leute die Aufgabe, einen Bootsanlieger im Jet-Flord-System zu bauen", schilderte Spiegel die erste Aufgabe auf dem ehemaligen Gartenschaugelände in Etwashausen. Nach dem Bau des Systems wurde das Objekt zu Wasser gelassen, um die Funktionsfähigkeit auszuprobieren. Der Main bot den Teilnehmern eine Spaß-Einlage, denn die Gastgeber hatten ihr Einsatzboot dabei und ermöglichten den Gästen aus Bamberg und Karlstadt eine rasante Main-Bootsfahrt. "Alle dürfen auch mal ans Steuer, das ist schon ein Erlebnis", sagte Max Spiegel und die Jugendlichen hinter ihm strahlten entsprechend.

Nicht Spaß, sondern Geschicklichkeit war das Motto am Bleichwasen bei der Aufgabe, eine Wassertonne auf der Pendelwaage ins Gleichgewicht mit einem Betonklotz zu bringen. Dazu goss ein Jugendlicher über ein PVC-Rohr Wasser in die Wassertonne, da ging es darum, die beste Balance zwischen Schnelligkeit und Risikofreudigkeit zu finden.

Personen aus Kellerschacht gerettet

Im Gaiser-Anwesen in der Herrnstraße entpuppte sich die Aufgabe schon diffiziler, galt es doch seine simulierte Tiefenrettung durchzuführen. Der THW-Nachwuchs baute dort einen Dreiecksbaum, um Personen aus einem Kellerschacht zu retten.

Die dritte Station war in der THW-Unterkunft in der Floßhafenstraße aufgebaut, dort waren die Grobmotoriker im Vorteil. Denn hier standen die Teilnehmer im Alter von zehn bis 17 Jahren vor Aufgaben, wie eine gemauerte Wand zu durchbrechen, mit der hydraulischen Rettungsschere Bleche oder Eisen-Hindernisse aus dem Weg zu räumen oder mit einer Säge Holzstäbe durchzusägen auf dem Weg durch einen Kriechtunnel.

Nachtalarm ausgelöst: Einsatz im Phantomdorf

Nach dem tagesfüllenden Ausbildungsprogramm über den Samstag durften sich die Teilnehmer beim ausgiebigen Abendessen stärken und schienen den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Doch dann wurden sie aus der Gemütlichkeit gerissen, da die Verantwortlichen noch einen Nachtalarm auslösten. Da bedeutete, in der dunklen Nacht auszurücken und Personen im Phantomdorf des Klosterforstes und in einem Trümmerfeld zu retten.

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