Der geplante sechsstreifige Ausbau der Autobahn A 3 Frankfurt/Nürnberg beschäftigte die Mitglieder des Marktgemeinderats Schwarzach in ihrer Sitzung am Dienstag. In den vergangenen Monaten hatte die Autobahndirektion Nordbayern für den Teilbereich der A 3 östlich der Mainbrücke Dettelbach bis westlich der Anschlussstelle Wiesentheid mehrere Planänderungen beim A 3-Ausbau durchgeführt. Die Marktgemeinde war zur Stellungnahme aufgefordert.

Die Ratsmitglieder hielten an ihrer früheren Forderung fest, dass im Zuge des A 3-Ausbaus ein lang ersehnter Mitfahrerparkplatz für Pendler entsteht. Die von der Autobahndirektion für diesen Parkplatz vorgesehene Fläche (34 Parkplätze) entspricht nicht den Wünschen der Schwarzacher, da sich das Gelände hinter einem Waldgrundstück befindet. Das Gremium befürchtet, dass durch die schwer einsehbare Lage der Parkplatz von den Pendlern nicht angenommen wird.

„Dieser Standort ist für die Katz?, da fährt kein Mensch hin“, argumentierte Peter Kuhn (CSU). Kuhn und seine Ratskollegen fassten den einstimmigen Beschluss, den Standort so zu wählen, dass er näher an der Staatsstraße 2271 liegt. Der Markt Schwarzach übernimmt die Unterhaltslast für den Pendlerparkplatz.

„Dieser Standort ist für die Katz?, da fährt kein Mensch hin.“
Gemeinderat Peter Kuhn zum Pendlerparkplatz

Weil es an Parkplätzen für Brummis an der A 3 fehlt, regte der Gemeinderat zudem einen Lkw-Parkplatz in der Nähe der Anschlussstelle Kitzingen/Schwarzach an. „Der Klosterforst wäre die ideale Lösung“, meinte Bürgermeister Volker Schmitt (FCW). Bei einer solchen Lösung sei auch Kitzingen mit im Boot, so das Gemeindeoberhaupt.

Einig war man sich im Gremium, dass bei der Verlegung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hörblach und Mainsondheim von der Süd- auf die Nordseite der A 3 die Stadt Dettelbach die künftige Räum- und Streupflicht übernehmen soll. „Ein Beschluss des Stadtrats Dettelbach zu diesem Thema steht noch aus und soll Mitte April erfolgen“, erklärte der Bürgermeister.

Das Gremium hielt an seiner Forderung fest, an der Einmündung der Autobahnabfahrt von Nürnberg kommend einen Kreisverkehr einzurichten. Die Autobahndirektion plant an dieser Stelle, an der auch die künftige Gemeindeverbindungsstraße von Mainsondheim kommend in die Staatsstraße 2271 mündet, den Verkehr mittels Ampel zu regeln.

Hartnäckig bleibt Schwarzach bei der Forderung nach einem Radweg zwischen Hörblach und Großlangheim, nachdem das Brückenbauwerk der Kreisstraße über die A3 auf halber Strecke verbreitert wird. Das Ratskollegium beschloss, sich mit einer Summe von bis zu 150 000 Euro an dem Projekt zu beteiligen. Die Autobahndirektion hatte bisher eine Kostenbeteiligung abgelehnt. Öffentliche Flur- und Waldwege sollen nach dem A 3-Ausbau wieder in ihren alten Ausbauzustand versetzt werden, so der Tenor im Rat.