DETTELBACH

Aus Muschelkalk wird wieder Kunst

Beim 2. internationalen Bildhauersymposium in Dettelbach können Einheimische und Touristen den Künstlern wieder über die Schultern schauen. Vom 26. Mai bis 28. Juni schaffen sechs Künstler Skulpturen aus Stein. Nicht alles im Fluss ist hingegen beim Kulturhistorischen Kreis (KHK).
Artikel drucken Artikel einbetten
Kunst ist schön, macht aber Arbeit: Im Frühsommer 2005 konnten die Dettelbacher beim ersten Bildhauersymposium verfolgen, wie Steine künstlerisch bearbeitet werden. In diesem Jahr kommen wieder Bildhauer in die Stadt, um massive Quader zu bearbeiten. Foto: Archivfoto: Frank Weichhan
+2 Bilder

Beim 2. internationalen Bildhauersymposium in Dettelbach können Einheimische und Touristen den Künstlern wieder über die Schultern schauen. Vom 26. Mai bis 28. Juni schaffen sechs Künstler Skulpturen aus Stein. Nicht alles im Fluss ist hingegen beim Kulturhistorischen Kreis (KHK).

Das große Ereignis des Jahres wird aus Sicht des KHK Dettelbach das 2. internationale Bildhauersymposium sein. Sechs Künstler aus ebenso vielen Ländern werden in fünf Wochen Skulpturen aus Stein erschaffen, die nach Fertigstellung auch in Dettelbach verbleiben. Dies berichtete Arbeitskreissprecherin Monika Wohlfahrt-Lange auf der Jahreshauptversammlung des KHK. Wie beim Vorläufer im Jahr 2005 können sowohl Einheimische als auch Touristen den Akteuren bei deren Arbeit über die Schulter schauen. An der Mainlände nahe der Fähre versucht jeder der sechs internationalen Bildhauer seinen Quader entsprechend dem gewählten Motto „PANTA RHEI – alles fließt“ zu gestalten.

Begleitprogramm

Zum Symposium gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm. Dazu gehören unter anderem eine Ausstellung im KuK mit Werken der beteiligten Künstler und Workshops für Kinder und Jugendliche, bei denen diese den künstlerischen Umgang mit Bimsstein, Textilien und Holz üben dürfen.

Die Finanzierung sei gesichert, so Wohlfahrt-Lange. Sowohl der Kulturfonds Bayern als auch die Stadt Dettelbach hätten Finanzmittel zugesichert. Außerdem sind bereits Spenden zugesagt und auch weitere Quellen will man noch anzapfen. Nach dem Abschlussfest am 28. Juni sollen die Werke entlang des Mains in Richtung Skulpturenpark aufgestellt werden. Projektleiter Roger Bischoff stellte der Versammlung das Plakat und den Flyer vor, mit denen das Ereignis beworben werden soll. Ihre Mitwirkung haben folgende Künstler, die alle schon mit Stein gearbeitet haben, zugesagt: David Svoboda (Tschechische Republik), Hagbart Soll?s (Norwegen), Maša Paunovic (Serbien), Monika Ritter (Deutschland), Nadja Iseli (Schweiz) und Shinroku Shimokawa (Japan).

Nicht alles im Fluss ist beim KHK. So stellt man schon seit Jahren eine Negativentwicklung bei den Mitgliederzahlen fest. Derzeit gehören 132 Personen, fast ausnahmslos ältere Semester, dem KHK an. Einige der Arbeitskreise (AK) bestehen nur noch aus einer Person oder sind in eine Art Dämmerzustand verfallen.

Aktiv zeigte sich zuletzt der AK Skulpturenpark. Ab Herbst werde man den Mehrgenerationen-Wasserspielplatz in Angriff nehmen, ließ Heinz Damovsky wissen. Lange Diskussionen gab es um den AK Altstadt. Bürgermeisterin Christine Konrad teilte mit, dass die Stadt demnächst im Zuge des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) selbst Arbeitskreise aus interessierten Bürgern ins Leben rufen werde. Letztendlich einigte man sich darauf, den eigenen AK weiterzuführen, der sich dann aber auch in den städtischen AK einbringen soll.

Wahlen

Die Neuwahlen führten zu folgendem Ergebnis: Vorsitzender: Eckard Wienhold, stellvertretender Vorsitzender: Roger Bischoff, Kassier: Hans-Peter Burger, Schriftführerin: Anita Neubert. Dem Beirat gehören neben der Bürgermeisterin und den zwei Ehrenvorsitzenden Karl Petersilka und Dieter Schöneberger auch alle AK-Leiter an. Zu Kassenprüfern bestimmte die Versammlung Manfred Berger und Karl Jürgen Popp.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.