MARKT EINERSHEIM

Aufmarsch vor dem Schloss

Der Montag der Markt Einersheimer Kirchweih gehört dem Gräflichen Schützenverein. Seit der Gründung der Historischen Burschenschaft 1857 ist der Aufmarsch als eine Art Heerschau Tradition.
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Angetreten: Schützenhauptmann Rudolf Hein (vorne links) und Bürgermeister Herbert Volkamer schritten die Front der Schützen und der Burschenschaft ab. Foto: Foto: Hartmut Hess

Der Montag der Markt Einersheimer Kirchweih gehört dem Gräflichen Schützenverein. Seit der Gründung der Historischen Burschenschaft 1857 ist der Aufmarsch als eine Art Heerschau Tradition.

Mit Schützenhauptmann Rudolf Hein marschierten die Schützen und die Historische Burschenschaft mit Burschenhauptmann Martin Hüßner durch den Ort, um vor dem ehemaligen Schloss des Adelsgeschlechts Rechteren-Limpurg anzutreten. Von der Schützenwiese kommend marschierten die Uniformierten zum Marktplatz, wo die Fahnenabordnungen die Vereinsfahnen aus dem Rathaus holten. Zackige Befehle, Gleichschritt (mit wenigen Ausnahmen) und die glänzende Königskette prägten die Szenerie.

Der Zug umrundete einmal die Kirche, kam dann auf den Marktplatz zurück, um vor dem Schloss anzuhalten. „Die Augen geradeaus zur Meldung“, befahl Rudolf Hein und meldete bei Bürgermeister Herbert Volkamer, dass 27 Schützen, fünf Burschen und 19 chargierte Burschenschaftler vor dem Schloss angetreten waren. „Der Herr Bürgermeister und sein Gemeinderat, sie leben hoch, hoch, hoch“, rief Rudolf Hein aus und die Beteiligten brachten ein dreifaches Hoch auf die Dorfoberen aus.

Grün und Hartmann sind Ritter

Wie es der Brauch will, schritten der Bürgermeister und der Schützenhauptmann die Front der Uniformierten ab. Die Böllerschützen schossen unter der Regie von Gerd Fuchs zudem mehrmals Salut. Schlossherr Nikolaus Knauf und seine Gattin Ingrid Knauf empfingen den Gemeinderat und auch die Aufmarschierten mit einem Gläschen Wein.

Bürgermeister Volkamer bedankte sich bei den Angetretenen artig für die Ovationen und den Bürgern, die dem Brauchtum eine Kulisse gaben. Zu denen, die den Aufzug am längsten begleitet haben, gehören die Altmannshäuser Musikanten. Wie der Bürgermeister lobte, spielten die Altmannshäuser heuer zum 41. Mal beim Umzug.

Schon am Morgen hatte der Gräfliche Schützenverein seine neuen Majestäten gehuldigt. Reinhold Lechner, der von Berufs wegen Schädlinge jagt, war auch auf der Jagd nach einem „Blattla“ erfolgreich. Mit einem 207-Teiler verdiente er sich die Würde des Schützenkönigs. Dem König stehen die Ritter Matthias Grün und Hans Hartmann zur Seite. Hartmann war mehrfach erfolgreich, sicherte er sich auch noch die Schützenhausscheibe und die Kirchweihscheibe.

Am Montagabend ging der Festbetrieb an der Schützenwiese weiter. Der Dienstagnachmittag mit dem Umzug gehört der Historischen Burschenschaft und am Abend beschließt die Siegerehrung des Bürgerschießens die Kirchweih.

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