SEGNITZ

Aufgefunden und aufgeschlossen

Die Halbzeit für die Sonderausstellung „Aufgefunden und Aufgeschlossen“ im Segeum in der alten Schule in Segnitz ist mittlerweile überschritten. Die Schlösser, Schlüssel und Schließtechniken sowie die archäologischen Bodenfunde des Sammlers Erhard Greulich aus Hüttenheim sind nun noch bis zum 13. Juli zu sehen.
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Angekettet: Handschellen gehören zur Sonderausstellung „Aufgeschlossen“ im Segeum in Segnitz. Noch bis zum 13. Juli sind dort historische Schlüssel, Schlösser und Schließtechniken sowie archäologische Bodenfunde zu sehen. Foto: Foto: Norbert Bischoff

Die Halbzeit für die Sonderausstellung „Aufgefunden und Aufgeschlossen“ im Segeum in der alten Schule in Segnitz ist mittlerweile überschritten. Die Schlösser, Schlüssel und Schließtechniken sowie die archäologischen Bodenfunde des Sammlers Erhard Greulich aus Hüttenheim sind nun noch bis zum 13. Juli zu sehen.

Wilhelm Lauck vom Segeum zeigt sich erfreut über die große Resonanz, die auch diese Sonderaktion verzeichnen kann. Somit hat sich das neue Museumskonzept, wie bereits bei der Bierausstellung im Frühjahr festzustellen war, auch diesmal bestätigt.

Seit Mai zeigt nun Erhard Greulich eine Auswahl seiner Sammlungen, die er in mehr als 30 Jahren zusammengetragen oder gefunden hat. So umfassen die Bodenfunde des „findigen Landwirts“ wahre archäologische Schätze.

5000 Jahre alte Klingen

Von über 5000 Jahre alten Steinklingen und Pfeilspitzen über bronzezeitlichen Schmuck oder keltischen Werkzeugen bis zum königlich bayerischen Uniformknopf ist alles dabei, was ihm auf seinen Äckern aufgefallen ist.

Mehr als 1000 Jahre überspannen auch Greulichs Schlüssel, Schlösser und Schließtechniken. Zu sehen sind hier neben Schlüsseln aller Art auch ein keltisch-römisches Fallriegelschloss, ein afrikanisches Holzschloss, orientalische Schlösser, Kugelschlösser und weitere Sicherheitsraffinessen aus der Gotik, Renaissance, Barock und dem Biedermeier. Ein Kuriosum bilden zwei venezianische Handschellen aus dem 18. Jahrhundert, denen moderne „Abführmittel“ gegenüberstehen.

Aus neuerer Zeit sind auch Buchstaben- und Zahlenschlösser sowie ein angeblich nicht zu knackendes Vorhängeschloss ausgestellt.

Außer den beiden Sonderausstellungen können im Segeum auch die Dauerausstellungen „Das bronze- und hallstattzeitliche Gräberfeld auf dem Kleinen Anger“ und „Bestattungssitten von der Jungsteinzeit bis ins Frühe Mittelalter“ besichtigt und der Museumsfilm „Auf dem Weg ins Jenseits“ angesehen werden.

Das Segeum ist bis zum 23. November immer sonntags von 14 bis 17 Uhr oder ganzjährig nach Vereinbarung unter Tel. (0 93 32) 94 58 geöffnet.

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