Schwarzenau

Aufbruchstimmung für eine lebenswerte Zukunft

Die Weichen für die Dorferneuerung in Schwarzenau sind gestellt. 15 Bürger aus dem Schwarzacher Ortsteil haben in einem zweitägigen Seminar in Klosterlangheim die ersten Ideen erarbeitet.
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Ortstermin in Schwarzenau: Am Dienstag trafen sich die Teilnehmer des Seminars in Klosterlangheim mit Vertretern des ALE, der Gemeinde und des Planungsbüros. Sprecher Horst Peschel (links) erläutert in der Dettelbacher Straße den möglichen Anlauf einer Dorferneuerung.

Die Weichen für die Dorferneuerung in Schwarzenau sind gestellt. 15 Bürger aus dem Schwarzacher Ortsteil haben in einem zweitägigen Seminar in Klosterlangheim die ersten Ideen erarbeitet. Am Dienstag stellten die Ortsverschönerungspioniere ihre Erkenntnisse im „Haus der Gemeinschaft“ vor. Etwa 70 Schwarzenauer interessierten sich für die Gedanken zur Neugestaltung des Ortes.

In drei Arbeitsgruppen im Dorf werden in den kommenden 18 Monaten die ersten Vorschläge ausgearbeitet, erklärte Bürgermeister Volker Schmitt. Das Planungsbüro Schlicht-Lamprecht-Architekten aus Schweinfurt begleitet die Ideenschmiede. Vorbehaltlich einer positiven Zuwendungsentscheidung des Amts für Ländliche Entwicklung Unterfranken in Würzburg (ALE) könnte der Startschuss für die Dorferneuerung bereits im Jahr 2020 fallen. Baudirektor Peter Doneis vom ALE war am Dienstag extra nach Schwarzenau gekommen und erlebte Aufbruchstimmung. Er erklärte den Ablauf einer Dorferneuerung und lobte die gute Vorbereitung durch den Arbeitskreis. Auch Stefan Schlicht und Evi Mohr vom Schweinfurter Planungsbüro hörten sich die Ausführungen vom Sprecher der Dorferneuerungsgruppe Horst Peschel an. Dieser freute sich, dass mit Karl-Heinz Karg, Jan Pfannes, Horst Pfeiffer, Simon Pfeiffer, Bernhard Pfriem, Martin Pfriem, Micheal Russ, Thomas Schmitt, Johanna Sendner, Werner Sendner, Rainer Ungemach, Florian Wächter und Josef Wächter engagierte Schwarzenauer an dem Grundseminar im Mai in Klosterlangheim teilnahmen, denen die Zukunft ihrer Heimat am Herzen liegt. Auch Bürgermeister Volker Schmitt und Perschel besuchten das Seminar.

„Die Dorferneuerung ist neben der Flurneuordnung eine strukturpolitische Maßnahme mit dem Ziel, die Produktions- uns Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft sowie die Lebens-, Wohn-, und Arbeitsverhältnisse auf dem Lande zu verbessern“, nannte Peschel den Zweck des Seminars. Der Schlüssel zum Erfolg der Dorferneuerung liege in der Einbindung der Bürger. „Alle Bürger können und sollen mitreden, wenn es um die Gestaltung ihres Lebensraumes geht“, so der Sprecher. Die Planungshoheit hätten der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft und der Gemeinderat. Dessen Entscheidung werde durch die Vorarbeit nicht vorgegriffen. Grundlage einer erfolgreichen Dorferneuerung sei ein schlüssiges, in die Zukunft gerichtetes Konzept. Hierzu gelte es, Zielvorstellungen zu entwickeln und festzulegen, in welche Richtung die künftige Entwicklung der Gemeinde gehen soll.

Beim Seminar in Klosterlangheim seien die Teilnehmer für den Dorferneuerungsprozess fit gemacht worden, Hilfestellungen zu geben und Arbeitsmethoden aufzuzeigen, die zu einer erfolgreichen Arbeitskreisarbeit und letztlich zum gewünschten Ergebnis führen. Inhalte des Seminars waren die Erstellung eines Dorfbarometers mit einem Fragenkatalog, eine Bestandsanalyse mit Altersstruktur und Gebäudesubstanz sowie die Stärken und Schwächen im Dorf. Besprochen wurden die Abläufe des Dorferneuerungs-Prozesses. Die gewonnenen Erkenntnisse sowie die Aufbruchsstimmung wollen die Akteure an ihre Mitbürger weitergeben, was auch schon geschehen ist. „Spontan haben sich 37 Bürger für die Mitarbeit in den drei Arbeitskreisen bereit erklärt“, schwärmte Peschel. Nach Abstimmung mit dem Planungsbüro, dem ALE und der Gemeinde werden sich die Arbeitskreise Anfang Oktober zu ersten Gesprächen treffen, um ein belastbares Dorferneuerungskonzept zu erstellen.



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