RÜDENHAUSEN

Auch mit 75 hat Otto Spangler noch Reisepläne

Eine stimmungsvolle Runde mit vielen Nachbarn, Freunden und Bekanten hatte sich am Samstagvormittag bei Otto Spangler in Rüdenhausen eingefunden. Zum Gratulieren waren sie gekommen, wie auch der Landrats-Stellvertreter Paul Streng, denn Rüdenhausens Altbürgermeister feierte seinen 75. Geburtstag.
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Prost: Altbürgermeister Otto Spangler (links) stößt zum 75. Geburtstag mit stellvertretendem Landrat Paul Streng an. Foto: Foto: A. Stöckinger

Eine stimmungsvolle Runde mit vielen Nachbarn, Freunden und Bekanten hatte sich am Samstagvormittag bei Otto Spangler in Rüdenhausen eingefunden. Zum Gratulieren waren sie gekommen, wie auch der Landrats-Stellvertreter Paul Streng, denn Rüdenhausens Altbürgermeister feierte seinen 75. Geburtstag.

Für Otto Spangler ist der Ort nach mittlerweile 40 Jahren, die der gebürtige Bad Windsheimer nun schon dort lebt, längst zur Heimat geworden. „Wenn ich mich hier nicht wohlfühlen würde, dann wäre ich längst nicht mehr hier.“ Dabei landete er 1973 eher zufällig, wie er einst sagte, in Rüdenhausen.

Damals suchte er einen Bauplatz. Das Angebot Rüdenhausens gefiel ihm. Also baute er sein Haus dort. Das Eingewöhnen ging für Spangler schnell. In nahezu allen Vereinen, vom TSV über den Singverein, den 1.FC-Nürnberg-Fanclub, bis hin zur Soldatenkameradschaft, mischte er schon früh an entscheidenden Positionen mit. Dazu nahm Otto Spangler schon bald Einfluss in die Kommunalpolitik, wo er heute noch stellvertretender Kreisvorsitzender der Senioren-Union ist.

1976 gründete er den Ortsverband der CSU, von 1978 bis 1996 gehörte er dem Gemeinderat an. Von 1996 an bekleidete er bis 2008 für zwei Perioden das Amt des Bürgermeisters. Manche Anekdote aus der Zeit erzählten sich Spangler und seine Gäste, etwa als es bei den Sitzungen des Rüdenhäuser Gemeinderats noch eine Raucher-Pause gab.

Zum Geburtstag überreichte der derzeitige Bürgermeister, Gerhard Ackermann, einen Geschenkkorb an seinen Vorgänger. Ackermann hob die vielen Verdienste Spanglers für den Ort hervor. Manch schwierige Zeiten habe er auch überstehen müssen, etwa als 2002 seine Frau Hermine starb, mit der er fünf Kinder hatte. „Das gab mir einen Dämpfer, ich brauchte lange, um mich davon zu erholen“, sagt Spangler.

Erfüllung eines Jugendtraums

Heute erholt er sich gerne beim Lesen von historischen Büchern oder in seinem Garten. Dazu hat er sich ein großes Steckenpferd erhalten: Das Reisen. Erst kürzlich ist er mit einer Gruppe für vier Tage in Südtirol gewesen. Vor zwei Jahren erfüllte sich Spangler mit einer Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn seinen Jugendtraum. „Dass ich mal auf dem Platz des Friedens in Peking oder auf der Chinesischen Mauer spazieren gehe, war für mich das Größte“, gibt er zu.

Vergangenes Jahr führte ihn seine Reiselust nach Tibet. Gerne würde er ein zweites Mal die Fahrt mit der Eisenbahn durch Russland angehen. „Wenn ich gesundheitlich wieder richtig fit bin, wäre das schon was“, sagt Spangler, der auch an seinem 75. Geburtstag noch Reise-Träume hat.

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