KLEINLANGHEIM

Auch die Mühlen mit einbezogen

Der Markt Kleinlangheim und seine Ortsteile Atzhausen und Haidt/Stephansberg stehen in den Startlöchern für die Dorferneuerung. Die Anträge für private Maßnahmen, die bis zu 30 Prozent bezuschusst werden, können schon gestellt werden.
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Kleinlangheim
Kleinlangheim. Foto: FOTO Stöckinger

Der Markt Kleinlangheim und seine Ortsteile Atzhausen und Haidt/Stephansberg stehen in den Startlöchern für die Dorferneuerung. Die Anträge für private Maßnahmen, die bis zu 30 Prozent bezuschusst werden, können schon gestellt werden. Vor gemeindlichen Maßnahmen muss noch der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft (TG) gewählt werden; Vorschläge für die Kandidatenliste sind willkommen.

Bürgermeisterin Gerlinde Stier präsentierte in der Ratssitzung am Dienstagabend die Pläne für die Fördergebiete in Kleinlangheim samt Ortsteilen. Die Ratsrunde war geschlossen dafür, dass auch die Mühlen und der Bereich östlich der Schulstraße in Kleinlangheim einbezogen werden sollen.

Die Bürgermeisterin gab bekannt, dass die umfassende Dorferneuerung etwa zwölf Jahre dauern dürfte, während in Haidt und Stephansberg eine einfache mit rund sechs Jahren Dauer angesetzt werde. Antragsformulare gibt es in den Amtsstunden der Bürgermeisterin, in der Verwaltung in Großlangheim oder im Internet. Nach Erstellung der Vorschlagsliste der Kandidaten für den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft mit jeweils einem Mitglied aus Atzhausen und Haidt/Stephansberg wird eine Versammlung angesetzt, kündigte die Bürgermeisterin an.

Außerdem ging es in der Ratssitzung am Dienstagabend um diese Punkte:

• Aus dem nichtöffentlichen Teil der vorausgegangenen Ratssitzung gab Bürgermeisterin Gerlinde Stier bekannt, dass die Gemeinde das Defizit der Kirchengemeinde in Höhe von rund 25 000 Euro aus dem Jahr 2013 vor allem aufgrund des Personaleinsatzes in der Kinderkrippe übernimmt. Die Gemeinde solle in Zukunft ein Auge darauf haben, dass kostendeckend gearbeitet wird, so die einhellige Meinung. Es wurde auch der Vorschlag für längere Öffnungszeiten im Kindergarten gemacht, da derzeit eine Betreuerin für 8,5 Kinder zuständig ist. Der normale Schlüssel liegt bei eins zu elf, informierte die Bürgermeisterin.

• Die Mittagsbetreuung für bis zu 19 Schüler der 1. und 2. Klasse erfolgt bisher im Kindergarten, was nach dem einhelligen Willen des Rats so bleiben soll. Eine Betreuung in der Schule würde ein Aufstockung des Personals dort und den Umbau der Küche bedeuten: „Das ergäbe eine Nullrechnung und ein Hin- und Herschieben von Personal“, meinte Gerlinde Stier. Sie machte auch darauf aufmerksam, dass im Kindergarten Ferienbetreuung an mehr Tagen als in der Schule garantiert sei, da der Kindergarten nur drei Wochen geschlossen ist und zudem er bis 17 Uhr offen ist, während die Schule schon um 16 Uhr schließt.

• Einstimmig beschlossen wurde eine Anpassung der Gebühren für die Nutzung der Turnhalle für den Schulsport. Analog der Gebühren in Großlangheim wird nun ein Betrag von 15 Euro pro Stunde erhoben.

• Die Firma Fritz Krämer beantragte eine zweite Halle im Gewerbegebiet zur Lagerung von Baustoffen - in gleicher Form wie die bisherige. Nachdem schon im ersten Fall eine Befreiung vom Bebauungsplan erteilt wurde, wird auch jetzt wieder so verfahren.

• Es lag ein neuer Bauantrag von Erwin Meyer jun. zur Sanierung des Dachstuhls des Hauses auf Flurnummer 199 vor, nachdem der erste Antrag vom Amt für Denkmalschutz abgelehnt worden war. Nachdem es nun von amtlicher Seite keine Einwände gab, stimmte auch der Rat geschlossen zu.

• Einstimmig abgelehnt wurde die Anfrage eines Unternehmers, der eine Fläche im Gewerbegebiet für eine Photovoltaikanlage pachten möchte. Die Ratsmitglieder äußerten sich in diesem Sinne, dass dieses Gebiet für Betriebe und damit Arbeitsplätze vorbehalten sein sollte.

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