Iphofen
Tourismus

Auch Iphofen will die "Traumtouren"

Im Sommer wie im Winter ist die Landschaft um Iphofen reizvoll. Mit dem Anschluss an das Projekt "Traumtouren" will die Stadt im Premiumsektor der Wanderwege punkten.
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Am Fuße des Schwanbergs ist gut wandern. Die Wege sollen nun noch besser werden. Foto: Richard Schober, Stadt Iphofen
Am Fuße des Schwanbergs ist gut wandern. Die Wege sollen nun noch besser werden. Foto: Richard Schober, Stadt Iphofen
Nachdem die Premium-Wanderwege mit dem Arbeitsnamen "Traumtouren" in etlichen Gemeinde- und Stadträten schon Thema waren, sprachen nun auch die Bauausschuss-Mitglieder von Iphofen darüber. Für Iphofen ist eine Tour ab dem Wanderparkplatz Ringsbühl bis in den Stadtteil Birklingen geplant.

Simone Göbel vom Regionalmanagement des Landkreises Kitzingen stellte in der Sitzung am Montag das Konzept beziehungsweise die Wanderschleife Iphofen vor. Bürgermeister Josef Mend (FWG), der nach einer längeren krankheitsbedingten Pause die Sitzung wieder leitete, warb schon vor dem Referat der Regionalmanagerin für das Projekt: "Es ist wirklich notwendig, dass wir uns beteiligen; ich habe ja als Kreisrat schon dafür gestimmt."

Kreis übernimmt das Marketing

Wandern werde immer mehr nachgefragt, sagte Göbel.
Bei den Traumtouren gehe es um den Wiedererkennungswert, dieser sei wichtig und deshalb übernehme der Landkreis komplett das Marketing, um auf eine einheitliche Linie zu kommen.

Zwischen den Kommunen, die mitmachen, und dem Landkreis werden Kooperationsvereinbarungen geschlossen. Der jeweilige Vereinbarungspartner verpflichtet sich, die Kriterien der Qualitätssicherung einzuhalten. Das bedeutet zum Beispiel, dass Iphofen die Pflege während der Projektlaufzeit übernehmen und sich an eine einheitliche Gestaltung halten muss.

"Wir kriegen einen Schilderwald im Wald"

Rupert Maier (CSU) konnte sich nicht so recht für die ganze Sache erwärmen. Er erinnerte daran, dass im Rahmen des Life+-Naturschutzprojektes "Wälder und Waldwiesentäler" drei "schöne" Wege angelegt werden. "Wir kriegen einen Schilderwald im Wald", befürchtet Maier. "Eigentlich bräuchten wir die Traumtouren nicht, wir haben schon ausgezeichnete beschilderte Wege. Da fahren wir künftig doch zweigleisig."

Bürgermeister Mend erklärte als Antwort auf diesen Einwand, die Life+-Erlebniswege und die Traumtouren richteten sich an verschiedene Zielgruppen. Die drei Erlebnispfade seien auf Familien ausgerichtet und würden auch für pädagogische Arbeit genutzt. Premiumwanderwege richteten sich an ein ganz anderes Klientel.

Maier und die anderen Ausschuss-Mitglieder stimmten schließlich alle dafür, dass sich die Stadt Iphofen mit dem Teilprojekt "Traumtouren Iphofen-Birklingen" an der Gesamtmaßnahme beteiligt und die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Kommune stellt anteilig einen Beitrag bis 6069,59 Euro zur Verfügung.
2. Bürgermeister Ludwig Weigand (FWG) fand diese Entscheidung gut. "Im Premiumbereich wird woanders schon sehr viel gemacht", sagte er.
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