Mit einer Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent haben die Stadt und der Landkreis Kitzingen im Oktober den besten Wert des Jahres 2013 erreicht. Insgesamt 1444 Menschen sind derzeit auf Arbeitssuche, das sind 72 weniger als noch im September, aber 143 (elf Prozent) mehr als im Vergleichsmonat des Jahres 2012, berichtet Eugen Hain, der Vorsitzende der Agentur für Arbeit Würzburg. 827 Menschen sind bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet, 617 beim Jobcenter.

Größere Nachfrage

Gutes Wetter vorausgesetzt rechnet Hain mit einer weiteren Verbesserung im November. Die Nachfrage nach Arbeitskräften lege zu. Nachgefragt würden Fachkräfte aus den Bereichen Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik, Maschinen- und Fahrzeugbau, Verkauf sowie der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung.

„Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz schwächelnder Wirtschaft in der Eurozone und der schwelenden Eurokrise robust und homogen. Wir können recht optimistisch in die Wintermonate gehen“, so Hain. Wie es danach weitergehen wird, liege nicht an den lokalen Akteuren, sondern hänge vom Geschehen auf den globalen Märkten ab.

Einen goldenen Oktober auf dem Arbeitsmarkt habe es nicht gegeben, da der vorhergesagte konjunkturelle Aufschwung ausgeblieben sei.

Neben dem Landkreis Kitzingen können auch die Landkreise Main-Spessart (2,4 Prozent) und Würzburg (2,6 Prozent) eine Zwei vor dem Komma vorweisen und sind damit laut Eugen Hain in die Oberliga vorgestoßen. Diese Zahlen seien besser als die unterfränkischen und die bayerischen Statistiken. Arbeitsmarktexperten sprächen in diesem Fall von Vollbeschäftigung, sagte Hain abschließend.