Etwashausen

Aplawia schafft Oase der Ruhe

Wer die kleine Auszeit und Entspannung in der Mittagspause oder vom Alltag sucht, hat in der Oase22 auf dem Aplawia-Areal im Lochweg eine neue Adresse. Die Aplawia baute dort in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband in enger Anlehnung an die Natur eine kleine heimelige Ecke mit Sitzplätzen.
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Die Verantwortlichen der Aplawia für die die Oase22 (von links): Mona Sattler, Jürgen Derletz, Ralph Foerke und Volker Lang sowie einige der am Bau beteiligten Helfer. Foto: Gerhard Bauer

Wer die kleine Auszeit und Entspannung in der Mittagspause oder vom Alltag sucht, hat in der Oase22 auf dem Aplawia-Areal im Lochweg eine neue Adresse. Die Aplawia baute dort in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband in enger Anlehnung an die Natur eine kleine heimelige Ecke mit Sitzplätzen.

Der Verein setzt dabei besonders auf Nachhaltigkeit und verwendete bereits genutzte Materialien. Die Arbeiten verrichteten rund zehn Jugendliche, die auch die Betreuung und Pflege übernehmen. Nach der Konzepterstellung wurde das Projekt an etlichen  Nachmittagen gemeinsam erarbeitet und schließlich umgesetzt. Wildbienen und Eidechsen haben bereits eine Heimat gefunden, Insekten und Vögel sollen angesiedelt werden.

Der Verein wird mit der Oase22 dem Vorsatz gerecht, anderen Menschen die Augen für Natur und Umwelt zu öffnen, unterstrich Geschäftsführer Volker Lang bei der Eröffnung. Die Jugend schaue vermehrt auf ihre Umwelt, dass müsse mehr Unterstützung finden. Es sei nur ein kleiner Beitrag, den der Verein leisten könne, daher sei er umso wertvoller um andere zu sensibilisieren.

Die Aplawia, die in diesen Wochen ihr 35-jähriges Bestehen feiert, kümmerte sich ursprünglich um arbeitslose Menschen im sozialen Brennpunkt in der Egerländer Straße und baute ihr Modell durch geschickte Geschäftsführung kontinuierlich zu einem Unternehmen mit derzeit 40 festangestellten Mitarbeitern aus. Zudem sind Helfer aus dem Bundesfreiwilligendienst und Sozialstunden Leistende im Einsatz, sozialpädagogisch betreut von Mona Sattler.

Das vorgenommene Projekt wurde in kürzester Zeit entgegen aller Skepsis und mit Unterstützung von Markus Schmidt als künstlerischen Begleiter geschaffen, machte Sattler deutlich. Einbezogene Fachleute mit Wissen um Wildbienen, Fledermäuse und Streuobst halfen, das Projekt aus den gesammelten Ideen umzusetzen. Im Herbst soll die Pflanzung eines Maulbeerbaumes der Sorte "Kitzinger Drachenblut" erfolgen.

Für den Landschaftspflegeverband unterstrich Ralph Foerke die Wertigkeit auch vermeintlich kleiner Maßnahmen mit Entwicklungs- und Nachhaltigkeitspotenzial.

Zunächst aber, so Aplawia-Vorsitzender Jürgen Derletz, soll die Oase22 nicht nur zum Treffpunkt entspannungsuchender Mitarbeiter und Gäste werden, hier sollen auch als kleiner Beitrag zum Naturschutz Pflanzen, Vögel und Insekten eine Heimat finden können.

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