LANDKREIS KITZINGEN

Ansprechpartner (nicht nur) für Jungs

Männliche Unterstützung bei ihrer Arbeit in der Sexualpädagogik haben Christine Erhard, Monika Pfister und Ines Müller nun von Uwe Kohler bekommen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Verstärkung: In der Sexualpädagogik wird das Team der Schwangerenberatung mit Christine Erhard (von links), Monika Pfister und Ines Müller nun von Uwe Kohler unterstützt. Foto Corinna Petzold

Männliche Unterstützung bei ihrer Arbeit in der Sexualpädagogik haben Christine Erhard, Monika Pfister und Ines Müller nun von Uwe Kohler bekommen.

Der Sozialpädagoge unterstützt laut Pressemitteilung das Team in der Präventionsarbeit und ist hauptsächlich in Sachen Sexualaufklärung an Schulen unterwegs.

Ein- bis zweimal in der Woche sind die Mitarbeiter der Schwangerenberatungsstelle ab der siebten Klasse zu Gast in den Schulen des Landkreises und informieren über alle Themen rund um Liebe, Sex und Zärtlichkeit, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Neu sei, dass dies nun in einer Frau-Mann-Besetzung erfolgen kann. Somit hätten auch die Jungs einen Ansprechpartner für ihre spezifischen Fragen.

Im Vorfeld der Veranstaltung können die Jugendlichen anonym Fragen an das Team senden. „So erfahre ich, welche Themen ihnen auf den Nägeln brennen und wo sie vom Wissen her stehen,“ wird Kohler zitiert.

Dass diese Fragen vielfältig und bunt seien, habe der Sozialpädagoge bereits innerhalb der ersten Veranstaltungen erfahren. Über das Internet seien sexualisierte Medieninhalte auch für Jugendliche relativ leicht verfügbar. Ziel der Veranstaltungen sei es, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und ihnen altersgemäße Informationen zu Partnerschaft, Sexualität und Schutzmöglichkeiten vor ungewollter Schwangerschaft zu geben. Der Sozialpädagoge halte es für wichtig, dass auch außerhalb von Elternhaus und Schule Ansprechpartner für dieses wichtige Thema da seien.

Neben der Sexualaufklärung stehe die Schwangerschaftsberatung Frauen und Männern, Alleinerziehenden und Paaren bei persönlichen und finanziellen Fragen während der Schwangerschaft zur Verfügung; auch noch nach der Geburt, bis das Kind drei Jahre alt ist. Auch Fragen im Zusammenhang zu Elternzeit, Elterngeld, Mutterschutz und Stiftungsleistungen gehören zum Spektrum der Schwangerenberatung.

Bei ungeplanter Schwangerschaft bestehe ein weiteres Beratungsangebot, wenn die Frau über einen Schwangerschaftsabbruch nachdenkt. Auch hier werde sie von den speziell geschulten Sozialarbeitern der Beratungsstelle unterstützt. Diese sogenannte Konfliktberatung soll Frauen helfen, eine individuelle und tragfähige Entscheidung zu treffen, heißt es in der Mitteilung.

Die Beratung sei vertraulich und kostenfrei, auf Wunsch auch anonym und unabhängig vom Wohnort.

Termine vereinbaren: Die Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen am Gesundheitsamt des Landratsamts Kitzingen ist erreichbar unter Tel. (0 93 21) 92 83 350.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.