KITZINGEN

Am Ende gab es Beifall vom Kitzinger Stadtrat

Zwei Sitzungen, keine sechs Stunden: Ungewöhnlich schnell hat der Kitzinger Stadtrat im Vergleich zu früheren Jahren die Vorberatungen des Haushalts für das laufende Jahr hinter sich gebracht.
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Große Kreisstadt Kitzingen
Große Kreisstadt Kitzingen Foto: Regina Krömer

Zwei Sitzungen, keine sechs Stunden: Ungewöhnlich schnell hat der Kitzinger Stadtrat im Vergleich zu früheren Jahren die Vorberatungen des Haushalts für das laufende Jahr hinter sich gebracht.

Nachdem zunächst vier Stunden lang die für 2015 geplanten Investitionen in Höhe von 11,7 Millionen Euro im Vermögenshaushalt diskutiert worden waren (wir berichteten), ging es bei der Beratung des Verwaltungshaushaltes schnell.

Nach knapp 90 Minuten war das 338 Seiten starke und knapp 45,6 Millionen Euro schwere Zahlenwerk, das die laufenden Einnahmen und Ausgaben aufzählt, durchgearbeitet. Die Veränderungen gegenüber dem Entwurf von Stadtkämmerin Monika Erdel waren minimal.

Am Ende gab es viel Beifall für die neue Frau an der Spitze der Stadtkämmerei und ihre Mitarbeiter. Erdel, die vor ihrem Wechsel in den Rechnungsprüfung, viele Jahre mit dem früheren Kämmerer Klaus Rodamer die Finanzen der Stadt verwaltet und Haushaltsberatungen bestritten hatte, hat ihren ersten eigenen Haushalt als Stadtkämmerin vorgelegt – mit Erfolg. Danach steht einer Verabschiedung des Haushalt am Dienstag, 17. März, 18 Uhr nichts mehr im Weg.

Die Fragen aus den Reihen der Stadträte zu den laufenden Kosten hielten sich in Grenzen. Die aus ihrer Sicht relativ hohen Strom- und Heizungskosten brachte Jutta Wallrapp (Freie Wähler) ebenso zur Sprache wie die „sehr hohen Postgebühren“. Zum Energieverbrauch in den städtischen Gebäuden wird es demnächst im Stadtrat eine Übersicht geben, so Bauamtsleiter Oliver Graumann. Wie Herbert Müller vom zuständigen Hauptamt sagte, werde die Verteilung der städtischen Post demnächst neu ausgeschrieben. Erhöht wurde der Ansatz für Reparaturen von Wohnungen im Notwohngebiet. Auf Antrag von Andrea Schmidt (Ödp) wird der Ansatz von 50 000 Euro auf 100 000 verdoppelt.

„Wir sollten generell entscheiden, wie es mit dem Notwohngebiet weitergeht.“
Klaus Christof KIK-Stadtrat

Dass das Thema diskutiert werden muss, war unstrittig. „Wir sollten generell entscheiden, wie es mit dem Notwohngebiet weitergehen soll“, sagte Klaus Christof (KIK).

Das gilt auch für das von Jens Pauluhn (Ödp) angeschnittene Thema Mobilfunk. Das Mobilfunkkonzept für die Stadt ist in die Jahre gekommen. Das „Handbuch“ für den Umgang mit Sendemasten und Funkstationen muss fortgeschrieben werden. Mehr Geld dafür wurde allerdings nicht im Haushalt eingestellt. Im Verwaltungs- und Bauausschuss am 5. März soll das weitere Vorgehen besprochen werden.

Nicht vertieft wurde das Thema Marshall Heights. Nach dem Verkauf der ehemaligen US-Wohnsiedlung gehen Stadträte davon aus, dass es um die Frage des Bestandsschutzes für die rund 720 Wohneinheiten rechtliche Auseinandersetzungen geben könnte. Der Vorschlag von Astrid Glos (SPD), schon jetzt Geld für einen möglichen Rechtsstreit einzuplanen, fand keine Mehrheit. Einmal gibt es einen Posten mit 5000 Euro für solche Zwecke, zum anderen setzt die Mehrheit auf abwarten: Erst mal sehen, was der Investor für Pläne präsentieren wird.

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