Marktbreit

Altstadtgenuss und Ritterlager

Der Altstadtgenuss in seiner zweiten Auflage und ein großes Ritterlager mit insgesamt 35 Akteuren zogen viele Besucher nach Marktbreit – und die kamen auf ihre Kosten.
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Die Stadt Marktbreit beging einen der Höhepunkte zu den Feierlichkeiten anlässlich des 200-jährigen Jubiläums zur Stadterhebung – und das mit großem Erfolg. Foto: Robert Haaß

Vor 200 Jahren wurde Marktbreit zur Stadt erklärt. Grund genug, dieses Jubiläum ein Jahr lang zu feiern. Einer der Höhepunkte fand in der Altstadt und auf den Mainwiesen statt: Der Altstadtgenuss in seiner zweiten Auflage und ein großes Ritterlager mit insgesamt 35 Akteuren zogen viele Besucher nach Marktbreit – und die kamen auf ihre Kosten.

Neu am Altstadtgenuss: Der Markt wurde als Rundweg angelegt, ausgeschildert und führte die Besucher so auch in die etwas entlegneren Ecken der Stadt. Start war am Schlossplatz mit großer Bühne und Musik. Anlässlich des Jubiläums hatte die Deutsche Post gar ein eigenes Postamt aufgebaut, wo es den Jubiläumsstempel gab. Die passenden Briefmarken boten dabei die Briefmarkensammler Marktbreit gleich daneben an: Ein ganzer Bogen mit Motiven aus der Stadt und passenden Umschlägen dazu. Und wer wollte, konnte sich auch eine eigene Jubiläumsmünze vor Ort prägen lassen.

Überhaupt die Vereine: Die waren in den Altstadtgenuss mit einbezogen, sorgten für den "Genuss" mit ihren Verpflegungsständen und den Sitzgelegenheiten, die immer gut belegt waren. Schlossplatz, Marktplatz, Schustergasse, Winzerhof und weiter über die Pfarrgasse zurück zum Schloss – wer den Rundgang abgeschlossen hatte, musste nur ein paar hundert Meter weiter ans Mainufer hinter der Brücke nach Segnitz laufen, um ein eine ganz andere Welt zu kommen.

Die Welt der Ritter und Schwerter, mit Zelten, Pferden Ritterturnieren, einer Feuerschau und natürlich viel Unterhaltung – vor allem aber nicht nur für Kinder. Und die waren richtig begeistert, wie Referent Harald Damm berichtete. Ein eigener Workshop für ganz junge Marktbreiter sorgte für große Aufmerksamkeit – am liebsten wären sie die Nacht über im Lager geblieben, hätten sie dann nicht auch mithelfen müssen, etwa beim Spülen. Dann doch lieber nach Hause.

Um aber am nächsten Morgen gleich wieder mit vielen anderen Besuchern im Lager zu stehen und sich begeistern zu lassen vom Lagerleben und vielen Informationen aus der Ritterzeit. Etwa der Arbeit des Scharfrichters, die den einen oder anderen Gruselschauer über den Rücken ziehen ließ. Und dann auch mal ein richtiges Schwert in die Hände zu nehmen und spüren, wie schwer das ist.

Wer ganz mutig war, konnte auch schon einmal die Härte und den Nutzen eines Schildes ausprobieren, das schon einen harten Schlag mit dem Schwert aushält. Schlagen durften die Kinder mit dem Schwert natürlich nicht, aber mit Schwimmstangen auf das Schild einauen – das machte so richtig Spaß.

Spaß hatten aber auch die nicht ganz so aktiven Besucher, die einfach nur durchs Lager schlenderten, einen Blick in die Zelte warfen oder sich alles Mögliche über die Ritterzeit erklären ließen. Denn die beiden anwesenden Gruppen "Gefährten des Feuers" und "Castellum Hospitalis" hatten ganz viel an Information dabei – nicht trocken und theoretisch, sondern ganz real. Und auch das Marktbreiter Jugendzentrum kam auf seine Kosten, denn die Mitglieder sorgten für die Verköstigung der Besucher. Die weiteren Veranstaltungen in Marktbreit zum Jubiläumsjahr sind unter www.marktbreit.de aufgelistet.

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