Sommerach

Altmain soll ökologisch aufgewertet werden

Informationen über die mögliche ökologische Aufwertung des Altmains im Rahmen des Bundesprojektes "Blaues Band" erhielten am Montagabend in der Ratssitzung die Sommeracher Gemeindevertreter. Referentin war die stellvertretende Kreisvorsitzende der BUND Naturschutz Kreisgruppe Kitzingen Ulrike Geise, die angesichts des zwölf Kilometer langen Flussabschnitts zwischen Volkach und Gerlachshausen von einer schönen Gegend, wo die Natur das mache, was sie wolle, sprach.
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Über die mögliche ökologische Aufwertung des Altmains im Rahmen des Bundesprojektes "Blaues Band" informierte die stellvertretende Kreisvorsitzende der BUND Naturschutz Kreisgruppe Kitzingen Ulrike Geise in der Sitzung des Sommeracher Gemeinderates. Foto: Foto Walter Braun

Informationen über die mögliche ökologische Aufwertung des Altmains im Rahmen des Bundesprojektes "Blaues Band" erhielten am Montagabend in der Ratssitzung die Sommeracher Gemeindevertreter. Referentin war die stellvertretende Kreisvorsitzende der BUND Naturschutz Kreisgruppe Kitzingen Ulrike Geise, die angesichts des zwölf Kilometer langen Flussabschnitts zwischen Volkach und Gerlachshausen von einer schönen Gegend, wo die Natur das mache, was sie wolle, sprach.

Seit dem Bau des Main- Kanals seien in diesem Bereich keine Fracht- und Passagierschiffe mehr unterwegs und man solle in Zusammenarbeit mit den Kommunen, Fischern und dem Wasserwirtschaftsamt das gemeinsame Ziel anstreben, die Flußauen ökologisch weiter aufzuwerten, sagte Geise.

Projektskizze einstimmig beschlossen

Die Kreisvorsitzende informierte in diesem Zusammenhang über ein neues, Millionen schweres Förderprojekt des Bundesamts für Naturschutz, mit dessen Unterstützung die Auen und die Vernetzung der Auen mit dem Wasserkörper an Bundesschifffahrtsstraßen gefördert werden. Das Förderprogramm übernimmt nach Aussage von Geise einhundert Prozent der Kosten. Das sei eine große Chance, ein bundesweit einmaliges Projekt umzusetzen, betonte die Kreisvorsitzende. Für eine Umsetzung der Renaturierung des Altmains ganz wichtig seien die Anwohner, die ebenso wie die Anrainergemeinden hinter dem Projekt stehen müssen.

"Wir sollten das als Gemeinde unterstützen", sagte Bürgermeister Elmar Henke in Hinblick auf die Ausarbeitung einer Projektskizze durch den Bund Naturschutz, die laut Geise die Voraussetzung für eine Bewerbung zur Aufnahme in das Förderprogramm ist. Die Räte votierten einstimmig für die Einreichung der Projektskizze. Ausdrücklich festgehalten wurde im Beschlusstext, dass die Umsetzung nur unter Beteiligung der anliegenden Gemeinden und deren Bewohner möglich sei.

Tierheimneubau wird unterstützt

Positiv standen die Räte auch der Finanzierungsbeteiligung der Gemeinde Sommerach für das Tierheim in Kitzingen gegenüber. Gemeindechef Elmar Henke informierte über mehrere Bürgermeisterversammlungen, in denen der Tierschutzverein um finanzielle Unterstützung durch die kreisangehörigen Gemeinden und den Landkreis gebeten habe.

Nach derzeitigen Stand sind 2,4 bis 2,6 Millionen zu finanzieren, so Henke. Der Ratsbeschluss war einstimmig: Die Gemeinde Sommerach beteiligt sich an der Finanzierung eines Neubaus für ein Tierheim im Landkreis Kitzingen und übernimmt zusätzlich zu den laufenden Betriebskosten von derzeit 0,70 Euro pro Einwohner die Tilgungs- und Zinslasten für ein 20-jähriges Darlehen.

Zuschuss für Seniorenclub

Schließlich ging es um eine Freiwillige Zuwendung für den Seniorenclub "Auslese" Sommerach, der mit Schreiben vom 2. November an die Gemeinde herangetreten ist. Wie der Antragsteller mitteilt, organisiert der Seniorenclub neben monatlichen Treffen  auch Halbtagesausflüge sowie Geburtstags-, Jubiläums- und Krankenbesuche. Da der Club kein eigenes Budget besitzt, stehen für die anfallenden Unkosten nur Spenden zur Verfügung.

Um die Arbeit im bisherigen Umfang weiterführen zu können, bittet das Organisationsteam mit Maria Sauer, Sieglinde Baumann und Edeltraud Dinkel um einen Gemeindezuschuss. Ratsmitglied Helmut Pfaff befürwortete einen höheren Zuschuss als die letztendlich gewährten 300 Euro, die für ehrenamtliche Seniorenarbeit seitens der Gemeinde für 2019 zur Verfügung gestellt werden.

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