Volkach

Altlast am Gaswerk wird abgegraben

Eine Altlast unter dem angepachteten Parkplatz des Busunternehmens Danzberger in der Dimbacher Straße 21 in Volkach wird ab 29. September entsorgt. Anlass für die Bodensanierung, die bis Ende Oktober abgeschlossen sein soll, ist ein Unternehmen, das hier einst Strom erzeugte und das kaum noch einer kennt – das ehemalige Gaswerk Volkach.
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Vergessene Altlast: Das einstige Volkacher Gaswerk – vor Jahrzehnten abgerissen – hat im Boden Teeröle hinterlassen, die ab 29. September abgebaggert und entsorgt werden. Das Gelände in der Dimbacher Straße wird als Parkplatz vom Busunternehmen Danzberger genutzt.

Eine Altlast unter dem angepachteten Parkplatz des Busunternehmens Danzberger in der Dimbacher Straße 21 in Volkach wird ab 29. September entsorgt. Anlass für die Bodensanierung, die bis Ende Oktober abgeschlossen sein soll, ist ein Unternehmen, das hier einst Strom erzeugte und das kaum noch einer kennt – das ehemalige Gaswerk Volkach.

Der einstige Industriebau, der bei seiner Gründung 1903 Aktiengesellschaft für Licht- und Gasversorgung hieß, ist seit Jahrzehnten Geschichte. Als hier noch Leben herrschte, wurde über die Kohlevergasung Strom hergestellt. Reststoff des Verfahrens waren dann Teeröle, die früher meist im Straßenbau Verwendung fanden.

Diese Teeröle – heute unter der Bezeichnung Polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) als Schadstoffe eingestuft – sind nach den Worten von Artur Brei von der Unterfränkischen Überlandzentrale (ÜZ) das Problem in Volkach. Die ÜZ, als einer der drei letzten Eigentümer des Gaswerks, muss die Reste der Teeröle, die einst im Keller lagerten, entsorgen. Der Grund für die Bodensanierung seien Grundwasseruntersuchungen gewesen, die PAK-Belastungen gezeigt hätten, so Brei.

Weil – im Gegensatz zum Maintanklager – nur das Gelände des Gaswerks betroffen sei, werde hier der verunreinigte Boden abgefahren und entsorgt. Wegen der beengten Platzverhältnisse und aus Gründen des Emissionsschutzes wird das Aushubmaterial direkt auf Lkw verladen und zur ordnungsgemäßen Beseitigung zu einer Entsorgungsanlage transportiert, heißt es in einer ÜZ-Presseinformation.

Wegen der Baumaschinen kommt es ab 29. September an den Werktagen – in der Regel von 7 bis 18 Uhr – in Baustellennähe zu Lärm durch die Bau-, Verlade- und Transporttätigkeiten. Daneben müssen die Anwohner der Zufahrtsstraßen, besonders in der Dimbacher Straße mit erhöhtem Lasterverkehr für den An- und Abtransport von Aushub- und Verfüllmaterial rechnen. Die beteiligten Baufirmen sind laut ÜZ-Pressetext angehalten, die Beeinträchtigung so weit wie möglich zu reduzieren. Es ist geplant, die Bauarbeiten in vier bis fünf Wochen abzuschließen.

Bei Nachfragen zur Bodensanierung informiert die Unterfränkischen Überlandzentrale, Tel. (0 93 82) 60 41 03.



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