Selbst mit 85 Jahren hat Alfons Knauer noch eine ruhige Hand. Beim Königsschießen der Schützengesellschaft Dettelbach traf er voll ins Schwarze.

Alfons Knauer ist zwar schon seit 1958 Mitglied der Schützengesellschaft, blieb aber bisher passiv. Erst seit drei Jahren greift er zum Gewehr. Umso erstaunlicher, dass ihm beim diesjährigen Königsschießen der beste Treffer gelang. Mit einem 162,8 Teiler ließ er Siegfried Weinig und Ulrich Berthold sowie weitere 27 Schützen hinter sich.

Weinig und Berthold dürfen sich nun für ein Jahr erster und zweiter Ritter nennen. Beim Nachwuchs traf Tim Steiner am besten. Er erzielte einen 667 Teiler. Ihm am nächsten kamen Florian Falkenstein (1. Jugendritter) und Maximilian Rauch (2. Jugendritter).

Mit einem Festzug, begleitet von den Dettelbacher Musikanten, holten die Schützen ihren neuen König an seinem Anwesen ab. Dort gab es für die Schützen und die weiteren zahlreichen Gäste Bremser, Wein, Zwiebelplootz und andere Köstlichkeiten. Die alten Schützenkönige – Franz Völk bei den Erwachsenen und Florian Falkenstein bei der Jugend – mussten ihre Königsketten an die jeweiligen Nachfolger übergeben. Danach zogen die Schützen mit Pauken und Trompeten zurück zum Schützenhaus, wo man kräftig weiter feierte. Vorher aber gab es noch Pokale für die zielsicheren Schützen.

Stadtmauer auf der Festscheibe

Zudem durfte die Königsscheibe, die als Motiv die östliche Stadtmauer am Felsenkeller ziert, bewundert werden. Schützenmeister Franz Then verkündete die Sieger der verschiedenen Wettbewerbe des Kirchweihschießens. #

Trainer Franz Völk würdigte noch einmal die großartigen Erfolge des Schützennachwuchses bei den Bayerischen und Deutschen Meisterschaften (die Main Post berichtete bereits).

Ergebnisse der einzelnen Wettbewerbe des Kirchweihschießens:

• Hans-Derrer-Pokal: 1. Franz Then, 2. Rudolf Will, 3. Armin Pickl.

• Festscheibe: 1. Adolf Rüdinger, 2. Armin Pickl, 3. Ingrid Müller.

• Meister Serie: 1. Franz Völk, 2. Armin Pickl, 3. Ulrich Berthold. • Glücksschuss: 1. Franz Then, 2. Ulrich Berthold, 3. Armin Pickl.