VOLKACH

Alte Sprache von junger Truppe gekonnt in Szene gesetzt

„Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare, ein Klassiker, der oft nur Erwachsenen ein Begriff ist. Dieser Klassiker sollte nun von Mädchen der 6., 7., 8. und 10. Klassen aufgeführt werden? Ein Risiko, zu schwer, alte Sprache, viel Text und dann noch Mädchen – so mochte der eine oder andere Vorbehalte haben.
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Gelungene Premiere: Die Schülerinnen der Mädchenrealschule Volkach führten Shakespeares „Sommernachtstraum“ auf. Foto: Foto: A. Martin

„Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare, ein Klassiker, der oft nur Erwachsenen ein Begriff ist. Dieser Klassiker sollte nun von Mädchen der 6., 7., 8. und 10. Klassen aufgeführt werden? Ein Risiko, zu schwer, alte Sprache, viel Text und dann noch Mädchen – so mochte der eine oder andere Vorbehalte haben.

Was aber die junge Truppe unter Regie von Sigrid Plutz auf die Bühne brachte, war beeindruckend, teilt die Schule mit. Die alte Sprache textsicher dem Publikum zu präsentieren, mit entsprechender Gestik und Mimik verstärkt, war so gut gelungen, dass die Zuschauer dies mit mehrmaligem Szenenapplaus honorierten. Dabei standen die jungen Spielerinnen, die die Handwerker, Kobolde und Elfen verkörperten, den „alten Hasen“ aus der 10. Klasse, die die klassischen Figuren spielten, in nichts nach. Dass die Technik zu Beginn des virtuellen Vorspiels nicht so wollte, wie sie sollte, tat dem Theaterabend keinen Abbruch. Ein lang anhaltender Applaus war der Dank an alle Akteure.

Beim Schulfest der Mädchenrealschule am Sonntag, 19. Juli, wird der Sommernachtstraum noch einmal aufgeführt.

Es spielten: Antonia Martin (Theseus/Oberon), Celina-M. Ehrler (Hippolyta/Elfe), Janine Sauer (Titania), Emily Hedges (Puck), Johanna Weigand (Hermia), Wenka Feuerbach (Egeus, Vater der Hermia), Christin Ruck (Lysander), Jana Emmert (Demetrius), Melina Elflein (Helena), Sandra Klein (Peter Squenz), Isabell Kleinschnitz (Klaus Zettel/Pyramus), Antonia Otto (Franz Flaut/Thisbe/Elfe), Ronja Lohmann (Schnock/Löwe), Lilly Wagner (Mats Schlucker/Wand/Elfe), Elena Jonas (Thomas Schnauz/Wand/Elfe); Lea Hilsenbeck, Fabienne Müller-Harag und Verena Wagenhäuser erklärten als Kobolde die Handlung. Kristin Sauer, Lena Sauer und Emelie Römmelt waren für Technik und Lichteffekte verantwortlich. Der Chor unter Leitung von Uwe Ungerer umrahmte das Spiel.

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