KITZINGEN

Alte Realschule: Abbruch 2016

Seit vier Jahren ist die alte Richard-Rother-Realschule im Schulzentrum „außer Betrieb“. Vor allem, weil das „Hochhaus“ an der Kanzler-Stürtzel-Straße technisch für den Brandschutz nicht nachgerüstet werden kann, steht das Gebäude vor dem Abriss. Derzeit ist vorgesehen, die ehemalige Schule 2016 abzutragen.
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Wartet auf den Abriss: Die alte Richard-Rother-Realschule im Schulzentrum in Kitzingen. Foto: FOTO: Sebelka

Seit vier Jahren ist die alte Richard-Rother-Realschule im Schulzentrum „außer Betrieb“. Vor allem, weil das „Hochhaus“ an der Kanzler-Stürtzel-Straße technisch für den Brandschutz nicht nachgerüstet werden kann, steht das Gebäude vor dem Abriss. Derzeit ist vorgesehen, die ehemalige Schule 2016 abzutragen.

Wie es in der Sitzung des Kreisausschusses des Kitzinger Kreistags hieß, hat der Landkreis in seiner mittelfristigen Finanzplanung für das übernächste Jahr 480 000 Euro für den Abriss vorgesehen. Klar wurde dabei in der kurzen Diskussion aber auch, dass die Sanierung der Staatlichen Fach- und Berufsoberschule Vorrang haben wird (wir berichteten).

Wie im Ausschuss deutlich wurde, ist das Schulhaus in den Jahren 1970 bis 1972 von der Stadt Kitzingen gebaut worden. Im Zuge der Gebietsreform kam die Schule in die Zuständigkeit der Landkreises. Spätestens seit 1978 wird über Probleme mit dem Bau geredet. Anfang des Jahrtausends ging es wegen der Baumängel, aber vor allem wegen des fehlenden Brandschutzes um die Frage: sanieren oder neu bauen? 2006 entschied sich der Kreistag für den Neubau in der Glauberstraße. Nach dem Umzug der Realschüler stand die Schule leer.

Die unteren Stockwerke wurden während der Generalsanierung zur Auslagerung von Klassen des Armin-Knab-Gymnasiums genutzt. Seit das AKG 2009 neu eröffnet wurde, steht das Haus leer und wartet auf den Abriss.

Vorschläge, beispielsweise von Volkachs Bürgermeister Peter Kornell, das Gebäude samt dem dazu gehörenden Gelände zum Verkauf anzubieten, hielt Kreisbaumeister Joachim Gattenlöhner für wenig erfolgversprechend. Die Fläche sei zu klein und mit dem Abbruchgebäude für einen privaten Investor uninteressant. Aufgrund der Statik des Gebäudes komme auch eine Nachrüstung des Brandschutzes aus Kostengründen nicht in Frage. Also bleibt der Abriss.

Den Vorschlag, nach dem Abbruch Parkplätze zu schaffen, wollte SPD-Kreisrätin Margit Hofmann so nicht stehen lassen. Die Chefin des Armin-Knab-Gymnasiums sprach von großem Platzbedarf der Schulen im Schulzentrum. Allein die fast 1150 Schüler des AKG wären um jeden Quadratmeter mehr Pausenhoffläche glücklich. Zudem habe sich die Parkplatzsituation rund ums Schulzentrum mit der Einführung des G 8 und dem damit verbundenen Wegfall der 13. Klassen mit ihren oft Auto fahrenden Schülern spürbar entspannt.

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