MAINBERNHEIM

Alles Gute, Herr Neußner!

Robert Neußner aus Mainbernheim hat vor kurzem seinen 75. Geburtstag gefeiert. Der pensionierte Gymnasiallehrer hat viele Ehrenämter begleitet.
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Namen und Notizen

Robert Neußne aus Mainbernheim hat vor kurzem seinen 75. Geburtstag gefeiert. Der pensionierte Gymnasiallehrer hat viele Ehrenämter begleitet. Unter anderem zählt der langjährige Stadt- und Kreisrat zu den Urgesteinen der Freien Wähler im Landkreis.

Er ist das einzig noch lebende Mitglied des Wahlkampfteams der Freien christlichen Wählergemeinschaft (FCW). Walter Hahn als Ehrenvorsitzender der Freien Wähler erinnert sich an die spannende Anfangszeit: Danach war es das Ziel, Rolf Bauer zum Landrat des Altlandkreises Kitzingen zu machen.

Bauer war als Jurist an das Landratsamt Kitzingen versetzt worden. Als Mitglied der CSU sollte er Nachfolger von Altlandrat Oskar Schad werden. In der Nominierungsversammlung unterlag er dem von der CSU überraschend aufgestellten Gegenkandidaten Friedrich Porsch aus Dettelbach. Vor allem Bürgermeister wollten dies nicht hinnehmen. So wurde im Jahr 1969 die Freie Christliche Wählergemeinschaft gegründet und nominierte Bauer zu ihrem Kandidaten als Landrat.

Aufgabe von Neußner war es, die Texte der Wahlkampfplakate und auf Wurfzetteln zu verfassen, und das erfolgreich: Bauer wurde in der Wahl am 23. März 1970 zum Landrat des Altlandkreises Kitzingen gewählt. Nach dem Erfolg kandidierte die FCW für den Kreistag.

Zusammen schloss man sich mit den Freien Wählern aus Kitzingen und mit der Landgemeinschaft aus dem ehemaligen Landkreis Gerolzhofen wurde eine Listenverbindung eingegangen. Als Fraktionsvorsitzender der FCW übernahm Robert Neußner Verantwortung. Dafür und für seine gesamte Arbeit über drei Wahlperioden im Kreistag dankte Hahn und überbrachte dem Jubilar die Glückwünsche der Freien Wähler.

Die Kommunalpolitik war aber nur ein Feld, auf dem Neußner unterwegs war. Er war und ist in Mainbernheim der Stadthistoriker, ist für viele Chroniken von Vereinen verantwortlich. Er war im Philologenverband aktiv. Die meiste Zeit aber investierte er in den Kreisverband für Obst-, Gartenbau und Landschaftspflege.

37 Jahre lang ist er der Vorsitzende und hat bei der Vorbereitung und Durchführung der Kleinen Gartenschau 2011 sein Meisterstück geliefert. Wenn man ihn nach einem Wunsch fragt, dann bezieht der sich auf seinen Kreisverband: „Das Schönste für mich wäre, wenn sich ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin finden würde.“ Der Wunsch ist hiermit weitergegeben.

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