Wiesenbronn

Alle Planungen über den Computer

Einstimmig beschlossene Sache ist die Änderung und Digitalisierung des Flächennutzungsplans (FNP) der Gemeinde Wiesenbronn. In der Ratssitzung am Dienstagabend erläuterte Arno Weimann vom beauftragten gleichnamigen Ingenieurbüro (Dettelbach) die wichtigsten Punkte der dritten Änderung des Plans samt digitaler Einrichtung. „Heutzutage wird nur noch in digitaler Form gearbeitet, da alle Planungen über den Computer laufen“, erklärte Weimann.
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Einstimmig beschlossene Sache ist die Änderung und Digitalisierung des Flächennutzungsplans (FNP) der Gemeinde Wiesenbronn. In der Ratssitzung am Dienstagabend erläuterte Arno Weimann vom beauftragten gleichnamigen Ingenieurbüro (Dettelbach) die wichtigsten Punkte der dritten Änderung des Plans samt digitaler Einrichtung. „Heutzutage wird nur noch in digitaler Form gearbeitet, da alle Planungen über den Computer laufen“, erklärte Weimann.

Der Planer betonte, dass die digitale Aufarbeitung Vorteile bringe, da auch Haupttrassen von Leitungen aktualisiert werden könnten. Zudem gebe es keine inhaltliche Änderung, „denn die Nutzung von Wohn-, Gewerbe- oder Ackerflächen wird exakt übernommen“.

Reinhard Hüßner sprach sich für die Fortschreibung des Flächennutzungsplans aus, konnte sich aber für die Digitalisierung nicht erwärmen. Er plädierte dafür, auch den Bürgern Einblick zu gewähren, falls es Fragen zu Leitungen gebe. „Der Gemeinderat entscheidet, ob sich Bürger Daten aus dem Werk herunterladen können“, sagte Weimann dazu. Die Frage Hüßners nach den Kosten bei weiteren Änderungen des FNP beantwortete der Planer mit dem Hinweis auf die Honorarordnung (HOAI) und den Zeitaufwand: „Die Fortführung des Plans ist wesentlich leichter, wenn er digitalisiert ist“.

Harald Höhn begrüßte die Vervollständigung des Planwerks: „Wir brauchen die komplette Digitalisierung jeder Fläche“. Das war auch die Meinung von Reinhard Fröhlich: „Die Digitalisierung ist unabdingbar, wir brauchen sie als Grundstock“.

Bürgermeisterin Doris Paul schlug vor, die Leitungen „peu a peu“ in den neuen Plan einzufügen. Sie machte darauf aufmerksam, dass auch noch eine Umweltprüfung durchgeführt werden müsse, die aber nach Aussage Weimanns zu einem geringen Betrag durch die Naturschutzbehörde durchgeführt werde. Sein Angebot zur Planänderung samt Digitalisierung für 6102 Euro fand einhellige Zustimmung.

Behandelt wurden in der Sitzung verschiedene Schreiben von Mario Hofmann, in denen es um die Reinhaltung von verschiedenen Bereichen, das Ausbringen von Gülle, Hundekot und um ein Bürgerhaus in der Hauptstraße ging. Hofmann monierte, dass um das Mehrzweckgebäude und im Bereich des Seegartens oft längere Zeit Laub liegen würde, weshalb der Einsatz der Gemeindearbeiter angebracht sei. Für den Tourismus sei es nicht von Vorteil, wenn Mist, Jauche und Gülle am Wochenende ausgebracht werde „und es wäre schön, Wochenenden nur in Anspruch zu nehmen, wenn es wirklich nicht anders geht“.

Beim leidigen Thema „Hundekot“ forderte Hofmann ein „vehementeres Vorgehen“ der Gemeinde. Ein Dorn im Auge sind ihm freilaufende Hunde, „ich musste schon einige Male mit ansehen, wie Wildtiere von ihnen durch die Weinberge gejagt wurden“. Dass der Gemeinderat an einem Bürgerhaus in der Hauptstraße 13 festhalte, habe er „mit Entsetzen“ feststellen müssen. Hofmann nannte das Grundstück aufgrund der geringen Größe „eher ungeeignet und auch der Zugang über die stark befahrene Hauptstraße birgt vor allem für ältere Mitbürger ein großes Risiko“. Stattdessen sollte die Gemeinde in das Grundstück in der Kleinlangheimer Straße investieren, „das diese Probleme außen vorlässt“.

Die Bürgermeisterin bedauerte, dass sich so gut wie niemand mehr um die Reinigung von Plätzen kümmere, „aber das Laub wird von Zeit zu Zeit geräumt“. Zum Thema „Hundekot“ kam ein erneuter Appell der Bürgermeisterin, nicht nur im Dorf, sondern auch auf der Traumrunde die Hinterlassenschaft der Vierbeiner zu beseitigen. „Ohne Kontrolle tut sich da nichts“, meinte Jochen Freithaler dazu.

Zum Bürgerhaus äußerte die Bürgermeisterin, dass man sich im Rat und zusammen mit den Bürgern sehr lange Gedanken dazu gemacht habe und beim Grundstück in der Kleinlangheimer Straße erst die historische Untersuchung des Untergrunds abwarten müsse.



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