Brünnau

"Alle Jahre die beste Kirchweih"

Angeführt von der Blaskapelle Rauhe Ebrach setzte sich am Sonntagnachmittag in Brünnau der Kirchweihumzug in Bewegung.
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Geschmückter Wagen mit Jugendlichen in Verkleidung, die ein Frauengefängnis und einen Lastwagenfahrer szenisch darstellen, Kirchweih in Brünnau am 25.8.2019. Foto: Maria Keil
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Angeführt von der Blaskapelle Rauhe Ebrach setzte sich am Sonntagnachmittag in Brünnau der Kirchweihumzug in Bewegung. Von schattigen Plätzen aus betrachteten die Brünnauer, Gäste, Bürgermeister und Stadträte die Motivwagen.

Zu sehen gab es witzige Geschichten des letzten Jahres auf den Wagen und mit Kostümen in Szene gesetzt. Da gab es einen Käfig mit vier jungen Frauen in Sträflingskleidung und einen Lastwagenfahrer der Edeka mit einer Gurke in der Hand; den Ortsbrunnen mit entkleidetem Jüngling darin sowie einen Schwan. Die Auflösung dieser Bilderrätsel – obwohl peinlich für die Akteure – ist lustig für die Eingeweihten und daher Gemeinschaft stiftend.

"Wir machen alle Jahre die beste Kirchweih" sagte Ernst Schöming, ein ehemaliger Bursche, der den Zug begleitete. Der erste Wagen wurde traditionell von zwei Ochsen gezogen, von Moritz und Luis. Moritz kannte das Prozedere schon aus den Jahren zuvor. Er gab auch seine Stimme an einigen Stationen zu hören, als wollte er den Liedern der Burschen zustimmen. Für den Nachwuchs Luis war es die erste Brünner Kerm.

Die letzte war es allerdings für Matthias Reuther, dem Brünner Kirchweihprediger. Als er im Biergarten vor das Mikrofon trat, wurde es andächtig still, niemand wollte die 15. und letzte Predigt des Burschen verpassen. Ausgewertet wurde da der Versuch der Feuerwehr, neue Anzüge zu bestellen: "Als die kamen, ham die Kommander erst mal blöd geguckt, die waren mit FFW-Stadtlauringen bedruckt./So brauch mer net ausrück, bei einem Brand, da erkennt uns kenner, in dem fremden Gewand."

Außerdem ging es auch um den Einsatz der Feuerwehr nach dem Orkan Fabienne und einige missglückte Versuche, Brünnau für einen Ausflug zu verlassen. Gut ausgegangen ist der zeitweilige Verlust des Eherings beim Kuchenbacken, was aber nicht davor schützte, dafür veräppelt zu werden.

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