ALBERTSHOFEN

Albertshofen hat einiges im Sparstrumpf

Mit dem Ausbau des Anglerstegs wird es heuer nichts mehr und auch mit der Sanierungen von Gebäuden geht es nicht so voran, wie vorgesehen. Das führt zur Verschiebung von Investitionen und dazu, dass die Gemeinde derzeit viel übriges Geld in der Kasse hat. Der Kassenstand verändert sich zum Jahresende voraussichtlich auf rund 2,5 Millionen Euro. Deswegen beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag die Sondertilgung eines Darlehens.
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Volle Kasse: Übriges Geld hat derzeit die Gemeinde Albertshofen, weil Investitionen nicht umgesetzt werden konnten. Foto: Foto: Hartmut Hess

Mit dem Ausbau des Anglerstegs wird es heuer nichts mehr und auch mit der Sanierungen von Gebäuden geht es nicht so voran, wie vorgesehen. Das führt zur Verschiebung von Investitionen und dazu, dass die Gemeinde derzeit viel übriges Geld in der Kasse hat. Der Kassenstand verändert sich zum Jahresende voraussichtlich auf rund 2,5 Millionen Euro. Deswegen beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag die Sondertilgung eines Darlehens.

Im Dezember endet für ein Darlehen von 390 000 die Bindungsfrist des Zinssatzes von 5,84 Prozent. Die Gemeinde hätte von der Bank die Möglichkeit erhalten, das Darlehen bei einer Laufzeit von 20 Jahren zum aktuellen Zinssatz von 1,2 Prozent zu verlängern. Doch wegen der vollen Gemeindekasse verfolgt das Ratsgremium die Linie der Haushaltsberatungen vom Frühjahr. Die Gemeinde wird die 390 000 Euro auf einen Schlag zurückzahlen und den Kreditvertrag damit beenden. Mit dieser Entscheidung können die Albertshöfer ihrer Schuldenstand von aktuell 2,1 Millionen Euro auf 1,72 Millionen senken und die Belastung durch Zins und Tilgung reduzieren.

Nach der Transaktion wird die Gemeinde zum Jahresende wahrscheinlich immer noch 2,1 Millionen in der Kasse haben. Denn wie Bürgermeister Horst Reuther schilderte, kommt heuer zusammen, dass nicht nur hohe Ausgaben nicht anfielen, sondern zugleich auch die Einnahmesituation erfreulich ist. Alleine für den Vollausbau des Anglerstegs beschloss der Gemeinderat Bruttokosten von 541 828 Euro, die aber heuer nicht mehr ausgegeben werden. Deutete sich schon im Sommer an, dass die Realisierung zeitlich eng wird, ist das Aus für dieses Jahr jetzt amtlich. Denn während aus dem Landratsamt die Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde vorliegt, fuhr jetzt die Abteilung Wasserrecht der Gemeinde in die Parade. Wie Horst Reuther aus dem vor ein paar Tagen erst eingegangenen Bescheid mitteilte, versagte die Wasserrechts-Abteilung die Zustimmung, weil die Main nahe Gemeindestraße in Teilbereichen um zehn bis 20 Zentimeter angehoben wird.

Der Bürgermeister reagierte mit Unverständnis darauf, dass die Wasserrechtler die Planung ablehnen und Ausgleichsmaßnahmen wegen Retentionsflächen (Stauraum-Flächen für den Main bei Hochwässern) verlangen. Da die Gemeinde den Antrag beim Amt für Ländliche Entwicklung erst einreichen kann, wenn die wasserrechtliche Zustimmung vorliegt, kann das Projekt erst im nächsten Jahr verwirklicht werden.

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