Den Einsatz unter Ernstfallbedingungen probten am Wochenende 27 Floriansjünger der Feuerwehren Albertshofen und Mainsondheim sowie acht Mitglieder der Bereitschaftsgruppe Albertshofen.

Es war Freitagabend exakt um 18 Uhr, als zunächst die Sirene und später Martinshorn und Blaulicht die Einwohner in Mainsondheim aufschreckten. Spontan bildeten sich Menschengruppen und die Frage nach dem Brandherd machte die Runde. Doch recht schnell gab es Entwarnung. Bei dem Einsatz handelte es sich um eine Großübung, die seit vielen Jahren während der Feuerwehr-Aktionswoche in Mainsondheim durchgeführt wird.

Zum Szenario: Aufgrund der starken Rauchentwicklung im Schloss Mainsondheim schrillten um 18 Uhr die Sirenen. Schon kurze Zeit nach Auslösen des Alarms traf die Ortswehr am angenommenen Brandherd ein. Hier war es im Eingangsbereich des Schlosses durch Kurzschluss in einer Kabeltrommel zum Brand gekommen. Besonders tragisch: Im Innern befanden sich noch zwei Bewohner.

Mit Unterstützung der Albertshöfer Wehr, die gegen 18.10 Uhr eintraf, mussten sich die Floriansjünger und Sanitäter folgenden Herausforderungen stellen: Zunächst galt es, die vermissten Personen zu suchen und zu retten, die Brandbekämpfung musste organisiert werden, die Versorgung der Verletzten war angesagt, die Atemschutzüberwachung war gefordert und die Sicherung der Nachbarhäuser war ein weiterer Bestandteil der Übung.

„Es ist nichts passiert, das ist das Wichtigste“, sagte der Albertshöfer Kommandant Matthias Hofmann kurz nach Beendigung der Übung. Zusammen mit Matthias Niedner, dem Kommandanten der Mainsondheimer Wehr, zog er eine positive Bilanz. Die Zusammenarbeit der beiden Wehren sei top. Das habe man auch wieder bei dieser Großübung gesehen, so die Verantwortlichen übereinstimmend.

Das alles so reibungslos ablief, lag sicherlich auch mit daran, dass die Führungskräfte der Wehren aus Albertshofen und Mainsondheim die Pläne für „schwierige Einsätze“ – wie in diesem Fall im Schloss Mainsondheim – im Vorfeld der Übung überarbeiteten und auf den neuesten Stand brachten. Aufmerksamer Beobachter der Großübung war auch Kreisbrandmeister Arnulf Hanf (Dettelbach).