Kitzingen

Ahrens reimt und Schober singt und fabuliert

So viele Gäste sind selten in der Kirche: 400 Besucher erleben in der evangelischen Stadtkirche den letzten Faschingsgottesdienst mit Uwe Bernd Ahrens.
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Einen schönen Schautanz führten die Minis der Kitzinger Karnevalsgesellschaft beim Faschingsgottesdienst in der evangelischen Stadtkirche auf. Foto: Hartmut Hess
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So viele Besucher würde Pfarrer Uwe Bernd Ahrens gerne jeden Sonntag in der evangelischen Stadtkirche begrüßen: 400 kamen zum Faschingsgottesdienst. Die Tradition des besonderen Gottesdienstes geht auf eine Wette des Pfarrers mit dem ehemaligen Präsidenten der Kitzinger Karnevalsgesellschaft (KiKaG), Norbert Schober, im Jahr 1985 zurück. Und heuer gehörten Ahrens und Schober wieder zu den Protagonisten.

Schober eröffnete den Gottesdienst zusammen mit seinen Sangesfreunden vom Großlangheimer Männerchors mit dem Lied "Wenn mer sonntags in die Kirche gehn". Schober stand auch bei den folgenden Dialogen mit dem anderen Ex-KiKaG-Präsidenten Wolfram Beha im Blickpunkt. Sie debattierten über den Zustand der Welt. "Jesus war einmal auf der Erde – das reicht. Was wir heute brauchen, sind keine blauen Wunder, sondern überzeugte Christen", sagte Schober.

Ob der Glaube den Schwanberg versetzen kann?

Da der Glaube Berge versetzen könne, fragte er sich, was denn wohl passieren würde, wenn Jesus zum Schwanberg sagte, hebe dich hinweg. Wie es sich für Beha als langjährigen Erznarr in der KiKaG-Bütt gehört, präsentierte er eine amüsante Antwort. Denn er vermutete: "Rödelsees Bürgermeister würde fluchen, welcher Trottelbeamte schon wieder den Bebauungs- und Flächennutzungsplan geändert hat, ohne die in Aussicht genommene Seilbahn einzubeziehen."

Ahrens trug eine zweigeteilte Predigt in Reimform vor, wie arg sich denn die Welt zum Schlechten hin verändert habe. Die Menschen seien verschieden, und in Frieden zu leben, sei nicht schwer, solange sich die Menschen in Liebe übten. Der Geistliche betonte: "Wenn der Glaube ohne Leib regiert, wird ad absurdum er geführt". Den Christen machte der Gottesmann Mut: "Ein rechtes Gotteskind am Ende in den Himmel kimmt."

Mädchen bekamen für Tänze viel Applaus

Die Mädchen der KiKaG-Minis ließen sich auch von technischen Problemen mit der Musik-CD nicht aus der Ruhe bringen und heimsten ebenso viel Applaus ein wie später die Juniorengarde bei ihrem Marschtanz. Ihren großen Auftritt hatte das Tanzmariechen Anna-Lena Galvani, und die Kinder mit den schönsten Masken wurden prämiert. Der Großlangheimer Männerchor und Kantor Martin Blaufelder garnierten den Faschingsgottesdienst mit Liedvorträgen und einem Orgel-Solo.

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