Kitzingen

Acht Nachwuchsdarsteller der Häckerbühne ernten großen Applaus

Was tun Jugendliche bei Langeweile in einer Kleinstadt? Sie hängen herum, ein Discobesuch wird in Erwägung gezogen, doch ohne Muntermacher geht das bei einigen nicht.Das Jugendensemble der Häckerbühne hat sich mit „Freitagnacht“ von Stephan Greve, unter der Regie von Karin Böhm, diesem Problemthema angenommen.Fulminant und unbekümmert zeigten die acht Darsteller in der Deutschen Fastnachtakademie ihr Können.
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Nachwuchsdarsteller der Häckerbühne Kitzingen stellen beim Stück "Freitagnacht" ihr Talent unter Beweis. Foto: Nico Schraut
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Was tun Jugendliche bei Langeweile in einer Kleinstadt? Sie hängen herum, ein Discobesuch wird in Erwägung gezogen, doch ohne Muntermacher geht das bei einigen nicht. Das Jugendensemble der Häckerbühne hat sich mit „Freitagnacht“ von Stephan Greve, unter der Regie von Karin Böhm, diesem Problemthema angenommen. Fulminant und unbekümmert zeigten die acht Darsteller in der Deutschen Fastnachtakademie ihr Können.

 Die Zuschauer ließen sich von der Geschichte mitreißen: David (Tim Braunbeck), als einziger mit einem Auto, kutschiert die Freunde Tanja (Franziska Jenkner), Biene (Britta Neuerer), Nina (Tatjana Jensen), Tom (Erik Neuerer) und Sven (Nico Theiß) ins „Air“, eine Disco in der Nähe und hat sich vorher bei einer Dealerin (Lia Kunze) ein paar Muntermacher besorgt.

Als sie auf der Heimfahrt verunglücken und eine Alkoholkontrolle durch die Polizistin (ebenfalls Lia Kunze) ein hoher Alkoholgehalt festgestellt wird, geht der Schlamassel so richtig los. Nina, als einzige schwer verletzt, landet im Krankenhaus. Die Freunde geben David die Schuld an allem und wollen ihn verklagen. Nur Eva (Anna-Lena Schwab) hält zu ihm.

Eva ist erst neu in die Stadt gezogen und wird von den anderen Jugendlichen gemobbt, weil sie in Erinnerung an ihren verstorbenen Vater, dessen Pullover trägt. Mit dem Modefimmel der Gleichaltrigen kann sie nichts anfangen. Da sie beim Unfall nicht dabei war, bekommt sie erst nach und nach heraus, was tatsächlich geschehen ist. Zwischen ihr und David entwickeln sich freundschaftliche Gefühle. Als sie ihm dann auch noch aus einer finanziellen Klemme hilft, weil er einem Dealer Geld schuldet, funkt es total. 

Am Ende geht alles gut aus. David besucht Nina im Krankenhaus und entschuldigt sich bei ihr. Nina will mit den anderen nichts mehr zu tun haben, denn sie sieht als Einzige ein, dass alle Schuld tragen. David hat Glück, behält seine Lehrstelle und muss Sozialstunden ableisten.

Der lange Applaus des Publikums war der verdiente Lohn, der auch der Regie führenden Karin Böhm zuteil wurde. Sie bedankte sich in ihrem Schlusswort bei den Helfern vor und hinter der Bühne, aber  auch bei der Stadt Kitzingen und der Deutschen Fastnachtakademie für deren Unterstützung.

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