Prichsenstadt

Abwasserpreise in Prichsenstadt bleiben stabil

Trotz vieler Baumaßnahmen rund um die Wasser- und Abwasserversorgung in der Großgemeinde Prichsenstadt müssen die Bürger nicht tiefer in die Tasche greifen.
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Trotz vieler Baumaßnahmen rund um die Wasser- und Abwasserversorgung in der Großgemeinde Prichsenstadt müssen die Bürger nicht tiefer in die Tasche greifen. Wie die Gebührenkalkulation für die Jahre 2019 bis 2022 ergab, bleiben die Preise für die Entwässerung unverändert, während die Kosten für die Wasserversorgung sogar sinken, und zwar rückwirkend zum 1. Januar.

"Das ist mal eine sehr erfreuliche Sache", eröffnete Bürgermeister René Schlehr diesen Tagesordnungspunkt in der jüngsten Sitzung. Somit gab es für die Räte auch keinen großen Diskussionsbedarf, nach wenigen Minuten gingen beim Beschluss 14 Arme in die Höhe.

Die Kanalgebühren

Bei allen Berechnungen ist der Anschluss von Neudorf an die Gruppe bereits eingeschlossen. Somit kostet der Kubikmeter (1000 Liter) Schmutzwasser 2,90 Euro, das Niederschlagswasser 0,16 Euro. Etwas günstiger ist es in Bimbach. Dort müssen die Bürger pro Kubikmeter Schmutzwasser 2,70 Euro und für das Niederschlagswasser 0,11 Euro zahlen. Die Wasserzähler bis vier Kubikmeter kosten 54 Euro, bis zehn Kubikmeter 108 Euro, plus Mehrwertsteuer. Die wird auch auf den Wasserverbrauch aufgeschlagen, und dort mussten die Bürger bislang 2,15 Euro pro 1000 Liter zahlen. Rückwirkend zum 1. Januar sinkt dieser Preis um 20 Cent auf 1,95 Euro.

Normalerweise werden die Gebühren über einen Zeitraum über vier Jahre immer im Voraus berechnet. Im Februar 2018 hatte der Rat mit der Kalkulation den kommunalen Prüfungsverband beauftragt. Weil dort sehr viele Aufträge eingegangen waren, musste sich Prichsenstadt hinten anstellen, "so dass Dieter Mühlfeld vom Prüfungsverband erst jetzt seine Kalkulation abliefern konnte", so der Bürgermeister. Weil das dem Rat bekannt war, hatte das Gremium vorausschauend im August beschlossen, die Gebühren für 2019 rückwirkend senken zu wollen. Und obwohl die Preise in der Baubranche zwischenzeitlich gestiegen waren, bleiben die Preise für die Bürger stabil, "weil wir mit dem zur Verfügung stehenden Geld sehr sorgfältig umgegangen sind", schloss der Bürgermeister den Tagesordnungspunkt.

Finanzen der Hospitalstiftung

Auch in Punkto "überörtliche Rechnungsprüfung" vermeldete der Bürgermeister nur Erfreuliches. Sowohl die Finanzen der Hostpitalstiftung als auch der Stadt für die Jahre 2016 bis 2018 waren derart vorbildlich geprüft, dass es keine einzige Textziffer ergeben hatte. Sprich: Die Prüfer hatten nichts zu monieren, mussten nichts anregen und auch keinerlei Erinnerungen aussprechen. Bei der Hospitalstiftung sind die wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse geordnet, Ende 2018 lagen 135 000 Euro in den Rücklagen bei einem Schuldenstand von 161 000 Euro.

Auch die Stadt selbst hat wirtschaftlich und finanziell gut gearbeitet, beides bezeichneten die Prüfer als "geordnet". Die Rücklage lag im Oktober 2018 bei gut 4,8 Millionen Euro und ist über den Prüfungszeitraum kontinuierlich gewachsen. Auf der anderen Seite sind die Schulden auf gut 347 000 Euro gesunken, so dass die Bürger pro Kopf mit 114 Euro in der Kreide stehen (Landesschnitt bei vergleichbaren Orten: 574 Euro). 

Baulandpreise "Ertläcker/Dorfäcker II"

Die Grundstückspreise für das neue Baugebiet "Ertläcker/Dorfäcker II" in Laub legte der Rat mit 38 Euro pro unerschlossenem Quadratmeter fest. Die Erschließungsbeiträge werden nach den Ausschreibungen hochgerechnet und auf den Quadratmeterpreis aufgeschlagen. Generell dürfen Kommunen ihr Vermögen, in diesem Fall der Baugrund, nicht unter dem Marktwert verkaufen, sondern müssen einen realistischen Preis bilden. Zum Vergleich: in Altenschönbach kostet der Quadratmeter 16,50 Euro und in den Baugebieten Ziegelgärten VI 40 Euro und Krautäcker 35 Euro, alles unerschlossen.

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