Abtswind

Abtswind hat einige Baustellen

Über 60 Abtswinder interessierten sich für den Überblick über die Vorhaben der Gemeinde Abtswind, die Bürgermeister Jürgen Schulz bei der Bürgerversammlung im Haus des Gastes vortrug. Ein Thema dabei war der Ausbau der Autobahn, der in den nächsten Wochen im Bereich von Abtswind beginnen soll. Das Teilstück bei Abtswind sei im ersten Abschnitt des Ausbaus von Erlangen bis zum Biebelrieder Kreuz. Bis Ende 2022 soll der Bereich bei Abtswind fertig sein
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ImZuge des Ausbaus der Autobahn wird der Abschnitt bei Abtswind bald zur Baustelle. Los gehen soll es noch heuer mit dem Abriss der Brücke nach Untersambach. Foto: Andreas Stöckinger
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Über 60 Abtswinder interessierten sich für den Überblick über die Vorhaben der Gemeinde Abtswind, die Bürgermeister Jürgen Schulz bei der Bürgerversammlung im Haus des Gastes vortrug. Ein Thema dabei war der Ausbau der Autobahn, der in den nächsten Wochen im Bereich von Abtswind beginnen soll. Das Teilstück bei Abtswind sei im ersten Abschnitt des Ausbaus von Erlangen bis zum Biebelrieder Kreuz. Bis Ende 2022 soll der Bereich bei Abtswind fertig sein

Erster größerer Punkt dabei ist die Brücke über die Fernstraße, auf der die Kreisstraße nach Untersambach verläuft. Wie Bürgermeister Schulz kürzlich beim Treffen der Verantwortlichen erfuhr, wird die Brücke komplett abgerissen. Das heißt, dass die Strecke nach Untersambach bis 2021 gesperrt sein wird. Wann die Arbeiten beginnen, stehe noch nicht fest, weil derzeit noch eine Klage einer Baufirma gegen die Vergabe laufe.

Bürgermeister Schulz berichtete, dass für seine Gemeinde Lärmschutz vorgesehen wird. Dieser ist etwa von der Unterführung nach Wiesentheid bis auf Höhe des Weinguts Behringer geplant. An der Fahrspur Richtung Nürnberg, also nach Abtswind hin, wird ein sechs Meter hoher Erdwall aufgeschüttet. Auf diesen soll zusätzlich ein vier Meter hoher Lärmschutz gebaut werden.

Der verheißene Lärmschutz stimmte die Bürger zufrieden, zumal die Geräusche derzeit zum Teil recht laut seien, wurde moniert.

Weiter teilte Bürgermeister Schulz mit, dass die Straße zum Friedrichsberg hoch in Richtung Rehweiler aus Kostengründen nicht in einem Stück saniert wird. Ab kommendem Jahr soll zunächst das Stück vom Weingut Behringer bis zum Bildstock an der Reihe sein. Ausgebessert wird der Schotterweg auf dem Berg, der zum Jagdschloss und zur einstigen Gastwirtschaft führt. Die Gemeinde werde das Ganze gemeinsam mit dem Fürstenhaus Castell-Rüdenhausen angehen, die Kosten für die Kommune betragen laut Schulz rund 20 000 Euro.

Das Gemeindeoberhaupt ging auf weitere Projekte in Abtswind ein, die anstehen. So lässt die Kommune ein Konzept für Parkplätze im Ortskern erstellen, um das Parken der Autos in den teils schmalen Gassen besser zu regeln. “Im Moment ist es am Marktplatz teilweise katastrophal“, monierte der Bürgermeister. Dringlich sei zudem eine Lösung für die Greuther Straße und die Ebracher Gasse. Außerdem will die Gemeinde die Geschwindigkeit der Autofahrer dort durch das Aufstellen von Pflanztrögen verringern, kündigte Schulz an.

Er ging kurz auf die Großprojekte ein. So wird nun der Kindergarten für 1,5 Millionen Euro neu gebaut. Dazu sind die Arbeiten an der Sanierung des Wasserwerks am Laufen, für die rund 1,3 Millionen Euro anfallen. Kommendes Jahr soll das neue Gebäude in Betrieb gehen. Für 2020 ist außerdem die Erschließung von Gewerbeflächen Richtung Rüdenhausen vorgesehen.

Bei den Fragen aus dem Publikum wünschte sich Traudl Peppert, dass auf der Straße vor ihrem Anwesen ein Hinweis auf Tempo 30 aufgebracht werde. Wolfgang Mix sprach den schlechten Zustand der Friedhofsmauer an der Ost- und Nordseite an. Altbürgermeister Klaus Lenz wollte den Stand zur Erneuerung des Bauhofs und zum Einbau einer Ferienwohnung im unteren Tor wissen. Diese beiden Punkte wurden laut Bürgermeister Schulz aus Kostengründen zurück gestellt.

Friedrich Höfer monierte, dass die Tiere eines Landwirts im Bereich der Aussiedlerhöfe nach wie vor frei herum liefen. Wie lange die Gemeinde das dulden wolle, fragte er. Bürgermeister Schulz verwies auf die Polizei und das Landratsamt, die Möglichkeiten von gemeindlicher Seite habe man ausgeschöpft.

Ulrich Zehnder bedankte sich als Vorsitzender des Sportvereins für die finanzielle Unterstützung der Gemeinde beim Bau des Kunstrasenplatzes und des Funktionsgebäudes.

Schließlich blickte Bürgermeister Jürgen Schulz auf die Kommunalwahlen 2020. Er werde wieder antreten und forderte die Bürger auf, für den Gemeinderat zu kandidieren.

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