Prichsenstadt

Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Eyßelein

Erich Eyßelein, evangelischer Pfarrer von Prichsenstadt und Altenschönbach, und seine Frau Renate nahmen mit einem letzten Festgottesdienst in der St. Sixtus-Kirche in Prichsenstadt Abschied von beiden Kirchengemeinden und dem Dekanat Castell. Vertreter aus Kirche und Politik würdigten den rührigen Seelsorger, der seinen Dienst stets als Berufung, nicht als Job sah.
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So sahen Pfarrer Erich Eyßelein viele Gläubige in den letzten knapp 20 Jahren seines Wirkens am Altar der Kirchen in Prichsenstadt und Altenschönbach. Foto: Hans Rössert
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Erich Eyßelein, evangelischer Pfarrer von Prichsenstadt und Altenschönbach, und seine Frau Renate nahmen mit einem letzten Festgottesdienst in der St. Sixtus-Kirche in Prichsenstadt Abschied von beiden Kirchengemeinden und dem Dekanat Castell. Vertreter aus Kirche und Politik würdigten den rührigen Seelsorger, der seinen Dienst stets als Berufung, nicht als Job sah.

Dekan Günther Klöss-Schuster entband das Pfarrersehepaar nach nahezu 20 Jahren Dienst in den beiden Gemeinden. Eyßelein war für alle Menschen in den verschiedensten Lebenslagen da, auch konfessionsübergreifend, wenn es gewünscht war. Seine offene und ehrliche Art kam bei den Menschen gut an. Die Predigten hatten Format und die Menschen zehrten davon.

Leidenschaftlich Ökumene betrieben

Mit seinen katholischen Kollegen betrieb Erich Eyßelein leidenschaftlich Ökumene bei allen sich bietenden Gelegenheiten. Dekan Klöss-Schuster mutmaßte in seiner Ansprache, dass ein schwerer Unfall des damals Siebzehnjährigen seinen Weg zum Pfarrer öffnete.    

Pfarrer Eyßelein war ein leidenschaftlicher Bläser im Posaunenchor, zudem stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Posaunenchorverbandes. Dass er Baukunst verstand, sah man an der Verwirklichung der Projekte der alten Meierei in Altenschönbach und der Renovierung der Stadtpfarrkirche in Prichsenstadt. Ein weiteres Hobby des scheidenden Pfarrers ist die Jagd. Doch auch im Ruhestand, den er in Eichfeld verbringen wird, gibt es für ihn bestimmt immer wieder die Möglichkeit, Gottesdienste zu feiern.

Eyßeleins Kinder Johannes, Regina, deren Freund Max Grimm, und Johanna Mott sangen vierstimmig zum Abschied im Gottesdienst.

Fast nicht endenter Empfang

Nach dem Abschiedsgottesdienst, waren alle in die TSV-Halle eingeladen. Vertreter aus Politik, Kirchengemeinden und Vereinen nahmen Abschied mit Grußworten. Landrätin Tamara Bischof und Prichsenstadts Bürgermeister René Schlehr sprachen immer wieder von "unserem Pfarrer", was die Beliebtheit des Gottesmannes wiederspiegelte. Für den in Rom weilenden katholischen Dekan Peter Göttke nahm Diakon Karl Leierseder Abschied.

Auch die Kindergartenkinder verabschiedeten sich mit einem Liedbeitrag und der Posaunenchor, der Gesangverein Liederkranz, beide unter der Leitung von Hermann Schloßnagel, und eine Bläsergruppe des Posaunenchorverbandes mit Leiter Dieter Wendel trugen zur feierlichen Gestaltung bei.

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