RÜDENHAUSEN

Abschied nach 40 Jahren

Mit der Neuausrichtung der Bundeswehr ändert sich die Besetzung des Standorts Veitshöchheim. Mit einem feierlichen Appell im Schlosspark der Patengemeinde Rüdenhausen verabschiedete sich das Fernmeldebataillon der Division Lufbewegliche Operation.
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Ein letztes Mal: In Rüdenhausen fand der feierliche Abschiedsappell des Fernmeldebataillons der Division Luftbewegliche Operation am Standort Veitshöchheim statt; das Heeresmusikkorps hat für den musikalischen Rahmen gesorgt. Foto: Foto: SABINE BERTHOLD
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Mit der Neuausrichtung der Bundeswehr ändert sich die Besetzung des Standorts Veitshöchheim. Mit einem feierlichen Appell im Schlosspark der Patengemeinde Rüdenhausen verabschiedete sich das Fernmeldebataillon der Division Lufbewegliche Operation.

Nach seiner Auflösung, die bis Ende März 2014 abgeschlossen sein wird, übernimmt die Stabs-/ Fernmeldekompanie der Division Süd in Veitshöchheim ihren Dienst. Kommandeur Stürmer gestand während seiner Abschiedsrede vor den 300 im Fackelschein angetretenen Soldaten und den 100 geladenen Gästen: „Diese Zeit in Veitshöchheim war die schönste Zeit meiner Verwendung.“ Er bescheinigte seinen Männern und Frauen Offenheit und beispielhafte Erfüllung der Soldatenpflicht. Deshalb war es ihm eine Ehre, Ernennungen und Beförderungen aussprechen zu dürfen.

„Ich freue mich, dass diese gewachsene Beziehung mit unseren Patengemeinden Rüdenhausen und Lohr weitergeführt wird“, sagte General Ernst-Otto Berk. Dem Dirigenten des Heeresmusikkorps 12, Burkard Zänglein, steckte er in Anerkennung der vielen Einsätze, die er mit seinen Musikern als „öffentlich, bekanntes Gesicht der Division“ abgeleistet hatte, die Ehrennadel der Division. „Wir haben uns oft im Licht ihres Erfolgs gesonnt“, bescheinigte er. Zum 1. Oktober wird auch das Musikkorps nicht mehr dem Heer zugeordnet sein.

Als Zeichen der Auflösung des Bataillons wurde die Fahne von General Berk und Andreas Stürmer feierlich eingerollt. Ein letztes Mal spielten die Musiker den Marsch der DLO, den Großen Kurfürsten Reitermarsch.

Seit 1973 bereits besteht die Patenschaft der Gemeinde Rüdenhausen mit der Bundeswehr in Veitshöchheim, wusste Bürgermeister Gerhard Ackermann beim Empfang zu berichten. Damals habe Wolfgang Grenz aus Rüdenhausen, der als als Hauptfeldwebel in Veitshöchheim stationiert war, die ersten Kontakte geknüpft. Bürgermeister Simon Bergmann habe die Idee weiterverfolgt. Seither sei die Patenschaft durch Biwakübungen und der gegenseitigen Teilnahme an Veranstaltungen immer wieder intensiviert worden. „Es ist eine der längsten Patenschaften in Bayern“, versicherte Ackermann. Deshalb begrüßte er auch den neuen Kommandanten Major Alexander Mory, der für die Fernmeldekompanie der Division Süd die Partnerschaftsurkunde aus den Händen seines Vorgängers Hauptmann Marcus Böhm übernahm.

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