KITZINGEN

Abschied macht Siedler traurig

„Wir sind heute traurig, aber auch dankbar“, meinte Stadträtin und Referentin für das Programm Soziale Stadt, Andrea Schmidt am Mittwoch und nahm damit die gleiche Haltung ein wie Oberbürgermeister Siegfried Müller und viele weitere Siedler. Denn nach zweieinhalb Jahren verabschiedete sich Quartiersmanager André Hahn aus Kitzingen. Er wechselt zu einem Würzburger Stadtbetrieb.
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Symbolik zum Abschied: Andrea Schmidt hat für André Hahn (Mitte) mehrere Präsente dabei, die ihn an die Kitzinger Siedlung erinnern sollen. Der Ball, den Oberbürgermeister Siegfried Müller (links) in seinen Händen hält, steht für die Spielplätze, derer sich André Hahn angenommen hat. Andrea Schmidts Laterne mit Sternen steht für die Aktion des weihnachtlichen Sternenzaubers und das Haus in Hahns Händen erinnert an das Stadtteilzentrum Siedlung im ehemaligen Pfarrheim St. Vinzenz. FOTO: Hartmut Hess

„Wir sind heute traurig, aber auch dankbar“, meinte Stadträtin und Referentin für das Programm Soziale Stadt, Andrea Schmidt am Mittwoch und nahm damit die gleiche Haltung ein wie Oberbürgermeister Siegfried Müller und viele weitere Siedler. Denn nach zweieinhalb Jahren verabschiedete sich Quartiersmanager André Hahn aus Kitzingen. Er wechselt zu einem Würzburger Stadtbetrieb.

Selbstständig und engagiert

Aus Mitteln des Bund-Länder-Städtebauprogramms Soziale Stadt war Andre Hahn als Quartiersmanager für die Siedlung im April 2011 bei der Kitzinger Baugesellschaft mit deren Geschäftsführer Norbert Brand angestellt.

Siegfried Müller lobte die Arbeit Hahns in Verbindung mit dem Arbeitskreis Bürgerbeteiligung und Arbeitsgruppe Soziale Stadt. „Sie haben mit ihrer selbstständigen und engagierten Arbeitsweise positiv überrascht“, sagte der OB. Er habe mehrere Projekte und das Integrierte Handlungskonzept von Soziale Stadt gut umgesetzt.

Dabei habe Hahn auch den Anschub in der Siedlung dazu gegeben, dass der Zusammenhalt in der Bürgerschaft die Jury beeindruckt habe und dazu beitrug, dass Kitzingen die Goldmedaille beim bundesweiten Wettbewerb „Entente Florale“ gewann. Hahns Stelle ist bis zum Juli nächsten Jahres befristet. Deswegen hoffte Siegfried Müller, dass sich die Regierung von Unterfranken dazu bewegen lässt, die Finanzierung der Quartiersmanager-Stelle über den genannten Zeitpunkt hinaus zu finanzieren.

„Sonst werden viel ehrenamtliches Engagement und angeschobene Projekte wegbrechen“, vermutete Andrea Schmidt. Denn André Hahn habe sich dadurch ausgezeichnet, auf alle Schichten und Altersgruppen zugegangen zu sein. Damit habe er wunderbar in die Siedlung gepasst und die Menschen schnell erreicht. Deswegen fand Andrea Schmidt, „dass wir mehr als einen Quartiersmanager verloren haben“.

Sie hatte für Hahn mehrere Präsente parat, die symbolisieren sollten, in welcher Weise sich der Würzburger in der Siedlung engagiert und seine Spuren hinterlassen hat.

Krönung Stadtteilzentrum

André Hahn stellte fest, dass in der Siedlung viele Projekte initiiert und realisiert werden konnten. Die Krönung aller Anstrengungen bildete das Vorhaben Stadtteilzentrum. „Es ist schade, dass ich nicht mehr aktiv dabei sein kann, wenn Leben in das neue Bürgerzentrum einkehrt“, meinte der 35-jährige Würzburger zum erreichten Ziel, dass das bisherige Pfarrheim St. Vinzenz künftig ein Stadtteilzentrum für alle Siedler wird.

„Andrea Schmidt war und ist eine wichtige Verfechterin der Sozialen Stadt im Stadtrat“, lobte André Hahn die städtische Referentin.

Er würdigte Norbert Brand und Bauamtsleiter Oliver Graumann als wichtige Unterstützer. „Mit Herrn Graumann hat das Projekt Soziale Stadt einen merklichen Aufwind bekommen“, betonte André Hahn zum Abschied.

Die Siedler, Stadträte und Mitarbeiter aus städtischen Betrieben drückten ihre Wertschätzung mit anhaltendem Applaus für den scheidenden Quartiersmanager aus.

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