PRICHSENSTADT

Absage der Classics enttäuscht Stadträte

Die Absage der Olddtimer-Show „Prichsenstadt Classics“ zieht Kreise. Der Stadtrat zeigte sich enttäuscht, hofft aber auf ein Umdenken der Gastronomen im Ort.
Artikel drucken Artikel einbetten
Absage der Classics enttäuscht Prichsenstadts Räte
Erst vor wenigen Tagen hatte Hermann Beetz, Organisator der Oldtimer-Show „Prichsenstadt Classics“, die Classics für 2018 abgesagt. Beetz machte Sicherheitsgründe und fehlende Unterstützung seitens der Gastronomie (wir berichteten) für diesen Schritt geltend. Unter „Verschiedenes“ der jüngsten Stadtratssitzung griff Bürgermeister René Schlehr das Thema erneut auf. Er wies die Räte explizit darauf hin, dass er diese Entscheidung bedaure, aber die Stadt als Veranstalter erst im Nachhinein über die Absage informiert worden war, als Beetz und sein Helferteam dies beschlossen hatten. „Somit kam die Entscheidung allein vom Team und nicht aus dem Rathaus oder der Verwaltung“, unterstrich Schlehr. Die Classics seien von jeher von Beetz organisiert worden, „irgendwann hat die Stadt offiziell die Veranstaltung übernommen“. Dass die Oldtimer-Show, die laut Schlehr bundesweit bekannt sei, nun ausfallen soll, stieß auch bei den Stadträten auf wenig Gegenliebe. Dass die gastronomischen Betriebe, die sich gerade beim Showtag der Classics kaum über mangelnde Besucher beklagen könnten, kaum eine Rückmeldung geben würden, darüber zeigte sich auch Ratsmitglied Wolfgang Brosche enttäuscht. „Da waren doch auch die Übernachtungsbetriebe gut ausgebucht“, wunderte er sich über die fehlende Unterstützung der Betriebe. Vielleicht wäre es angebracht, so sein Gedanke, dass sich die Betriebe in einer Art Verein organisieren würden: „Dann können sie auch zusammen was auf die Beine stellen“. Ein Argument, mit dem Brosche beim Bürgermeister offene Türen einrannte. „Das würde uns auch vieles an Arbeit abnehmen, nämlich dadurch, dass wir dann nur noch einen Ansprechpartner hätten“, sagte Schlehr. Diese Organisation mit anzutreiben bezeichnete Schlehr als eine seiner „Zukunftsaufgaben“. Die aber stufte er als „nicht einfach“ ein. Sollte die Classics tatsächlich ausfallen, wäre das auch ein Imageschaden für die Stadt, befürchtet der Bürgermeister. Umso wichtiger wäre es für die Gastronomen, da griff Brosche die Steilvorlage auf, „wenn sie sich zusammenraufen würden. Verdient einer am Spargel nicht so viel, dann am Wein, wir müssen wegkommen vom Kirchturmdenken“. Als zwei von vielen guten Beispielen der Umgebung verwies Harald Rückert auf die Weinfeste in Volkach und Sommerach, „da halten sie alle zusammen“. Foto: Foto: Guido Chuleck

Erst vor wenigen Tagen hatte Hermann Beetz, Organisator der Oldtimer-Show „Prichsenstadt Classics“, die Classics für 2018 abgesagt. Beetz machte Sicherheitsgründe und fehlende Unterstützung seitens der Gastronomie für diesen Schritt geltend . Unter „Verschiedenes“ der jüngsten Stadtratssitzung griff Bürgermeister René Schlehr das Thema erneut auf.

Stadt erst im Nachhinein informiert

Er wies die Räte explizit darauf hin, dass er diese Entscheidung bedaure, aber die Stadt als Veranstalter erst im Nachhinein über die Absage informiert worden war, als Beetz und sein Helferteam dies beschlossen hatten. „Somit kam die Entscheidung allein vom Team und nicht aus dem Rathaus oder der Verwaltung“, unterstrich Schlehr.

Die Classics seien von jeher von Beetz organisiert worden, „irgendwann hat die Stadt offiziell die Veranstaltung übernommen“. Dass die Oldtimer-Show, die laut Schlehr bundesweit bekannt sei, nun ausfallen soll, stieß auch bei den Stadträten auf wenig Gegenliebe.

Fehlende Unterstützung

Dass die gastronomischen Betriebe, die sich gerade beim Showtag der Classics kaum über mangelnde Besucher beklagen könnten , kaum eine Rückmeldung geben würden, darüber zeigte sich auch Ratsmitglied Wolfgang Brosche enttäuscht. „Da waren doch auch die Übernachtungsbetriebe gut ausgebucht“, wunderte er sich über die fehlende Unterstützung der Betriebe.

Vielleicht wäre es angebracht, so sein Gedanke, dass sich die Betriebe in einer Art Verein organisieren würden: „Dann können sie auch zusammen was auf die Beine stellen“. Ein Argument, mit dem Brosche beim Bürgermeister offene Türen einrannte. „Das würde uns auch vieles an Arbeit abnehmen, nämlich dadurch, dass wir dann nur noch einen Ansprechpartner hätten“, sagte Schlehr. Diese Organisation mit anzutreiben, bezeichnete Schlehr als eine seiner „Zukunftsaufgaben“. Die aber stufte er als „nicht einfach“ ein.

  • So waren die Prichsenstadt Classics 2017:

Appell zum „Zusammenraufen“

Sollten die Classics tatsächlich ausfallen, wäre das auch ein Imageschaden für die Stadt, befürchtet der Bürgermeister. Umso wichtiger wäre es für die Gastronomen, da griff Brosche die Steilvorlage auf, „wenn sie sich zusammenraufen würden. Verdient einer am Spargel nicht so viel, dann am Wein, wir müssen wegkommen vom Kirchturmdenken“.

Als zwei von vielen guten Beispielen der Umgebung verwies Harald Rückert auf die Weinfeste in Volkach und Sommerach, „da halten sie alle zusammen“.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.