Bei einem Verkehrsunfall auf der A 3 sind am Dienstagabend ein Mann und ein Frau verletzt worden. Die 27-Jährige war zwischen den Anschlussstellen Wiesentheid und Geiselwind auf einen Kleintransporter und einen weiteren Pkw aufgefahren. Das Auto der Unfallverursacherin brannte danach vollständig aus. Der Sachschaden dürfte sich auf etwa 25000 Euro belaufen.

Die Frau aus dem Raum Mühlheim/Ruhr war gegen 21.45 Uhr vermutlich aus Unachtsamkeit etwa vier Kilometer vor der Anschlussstelle Geiselwind zunächst gegen den Mercedes Vito geprallt, berichtet die Polizei. Dieses Fahrzeug wurde dann noch gegen einen vorausfahrenden VW Polo geschoben. Der Peugeot mit der 27-Jährigen am Steuer kam nach der Kollision ins Schleudern und prallte gegen die Mittelleitplanke.
Das Auto fing dann sofort Feuer. Obwohl die Feuerwehr Wiesentheid schnell vor Ort war, brannte der Pkw vollständig aus. Die Fahrerin kam rechtzeitig ins Freie. Die Frau kam mit mittelschweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Nachdem sich aufgrund des Unfalles ein Rückstau gebildet hatte, prallte gegen 22.20 Uhr ein Sattelzug auf einen am Stauende stehenden Lkw-Gliederzug aus dem Bereich Köln auf. Der Sattelzug wurde nach links abgewiesen und blieb im Bereich der Mittelschutzplanken stehen.

Die Unfallstelle war mit Trümmern übersät.

Aus den Lkw liefen mehrere hundert Liter Dieselkraftstoff auf die Fahrbahn, die auf einer Länge von etwa 250 Metern stark verschmutz wurde. Der Fahrer des auffahrenden Sattelzuges erlitt mittelschwere Verletzungen und kam ins Krankenhaus. An der Unfallstelle kamen 32 Feuerwehrleute und 10 Rettungskräfte zum Einsatz.
Der 32-Jährige aus dem Landkreis Kronach war nach den Ermittlungen der Polizei mit seinem Lastkraftzug einige Zeit am Stauende stehen geblieben. Ein nachfolgender Sattelzugfahrer wurde offenbar zu spät auf diese Situation aufmerksam.
Der 49-Jährige aus dem Landkreis Greiz/Thüringen versuchte noch vergeblich, nach links auszuweichen. Allerdings prallte er mit der rechten Front seiner Zugmaschine gegen den stehenden Anhänger. Danach überquerte er die linke Fahrspur und stieß in die Mittelleitplanke, die dabei aber nicht durchbrochen wurde.

Der gerammte Anhänger wurde um fast 180 Grad gedreht und bei dem Aufprall total beschädigt.


Auf dem Lkw befand sich eine Natrium-Hydrid-Lösung. Glücklicherweise blieben die Behältnisse dicht. Die Zugmaschine des Unfallverursachers hat ebenfalls nur noch Schrottwert. Der Kühlauflieger wurde vorne rechts aufgerissen und Teile der aus Milchprodukten bestehenden Beladung schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Aus dem Tank liefen mehrere hundert Liter Diesel aus, wovon einiges im Erdreich versickerte.

Eine etwa 250 Meter lange Dieselspur musste von einer Spezialfirma beseitigt werden. Beide am Unfall beteiligten Fahrzeuge wurden in der Folge mit schwerem Gerät geborgen. Der Sachschaden dürfte sich auf über 30000 Euro belaufen. Der Verkehr in Richtung Nürnberg wurde bis gegen 5 Uhr an der Anschlussstelle Wiesentheid ausgeleitet. Der Stauraum zwischen der Anschlussstelle Wiesentheid und der Unfallstelle wurde sukzessive entgegen der Fahrtrichtung freigemacht. Solange war die Autobahn in Richtung Nürnberg komplett gesperrt. Danach wurde der Verkehr über den linken Fahrstreifen vorbeigeleitet.

Mehr zum Unfall erfahren Sie in der morgigen Ausgabe der Kitzinger.