SEVERIN HOFMANN

92 Jahre alt und voll im Einsatz für das Kloster

Bruder Severin Hofmann feiert an diesem Mittwoch, 8. August, im Kloster Münsterschwarzach seinen 92. Geburtstag.
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Bruder Severin Hofmann feiert an diesem Mittwoch, 8. August, im Kloster Münsterschwarzach seinen 92. Geburtstag. Der Jubilar ist am 8. August 1920 in Viernheim geboren, die Eltern betrieben eine Schuhmacherei und ein Schuhgeschäft. Daher lag es nahe, dass ihr Sohn einmal dieses Handwerk mit Schuhverkauf ausüben sollte. 1934 erlernte Bruder Severin das Schuhmacherhandwerk und absolvierte anschließend eine kaufmännische Lehre. Nach der Ausbildung konnte er allerdings nicht gleich in das elterliche Geschäft einsteigen, sondern musste Wehr- und Kriegsdienst leisten. Bis 1945 war Hofmann ständig bei der Nachrichten-Einheit einer Infanterie-Division in Russland eingesetzt. Erst nach der Rückkehr aus Krieg und Gefangenschaft in Thüringen und Sachsen konnte Hofmann wieder im elterlichen Geschäft tätig werden. Die Anfangsjahre bis 1949 waren sehr schwierig, da Zwangswirtschaft herrschte und es viel Not in der Bevölkerung gab.

In den Jahren bis 1957 reifte sein stiller Wunsch, ins Kloster zu gehen. Als damals „Spätberufener“ mit nahezu 37 Jahren trat Hofmann in die Abtei Münsterschwarzach ein. 1959 legte er seine zeitliche Profess ab und schloss sich 1962 durch die ewigen Gelübde für immer der Gemeinschaft von Münsterschwarzach an. Im Kloster wurde Bruder Severin seiner Ausbildung entsprechend in mehreren kaufmännischen Bereichen eingesetzt. Er war in den Jahren 1957 bis 1987 in der Missionsprokura, im Vier-Türme-Verlag, der Setzerei, der Buchhandlung und im Packraum tätig. Mit 65 Jahren, dem damals üblichen Rentenalter, wollte der Ordensmann sich noch nicht zur Ruhe setzen.

Er übernahm neue Aufgaben im Klosterspeisesaal und in der Hausmeisterei, die er bis zum heutigen Tag mit großem Engagement und Zuverlässigkeit ausübt. Täglich ist er immer noch von früh bis abends an seinen Arbeitsbereichen anzutreffen und die Mitbrüder in der Abtei sind froh und dankbar über seine täglichen Dienste. Die Arbeit, tägliches Lesen und das Radfahren halten den Ordensmann fit. Text: M. Witt

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