MARKTSTEFT

9000 Euro für Kanal-Sanierung trifft Schützen hart

Eckard Himmel ist Ehrenmitglied bei der Schützengesellschaft Marktsteft. In der Jahreshauptversammlung am Samstagabend wurde ihm diese Auszeichnung für seine Verdienste um den Verein als Gönner und Sponsor verliehen.
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Geehrt: Günther Seitz, Elfriede Kleinschroth, Zweiter Schützenmeister Hermann Heil, Gertrud Vogel, Gerald Unger, Ralf Pawlik und Wolfram Stöhr wurden von Schützenmeister Peter Schwab (von links) für ihre Verdienste und langjährige Treue zum Verein ausgezeichnet. Foto: Foto: Robert Haaß
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Eckard Himmel ist Ehrenmitglied bei der Schützengesellschaft Marktsteft. In der Jahreshauptversammlung am Samstagabend wurde ihm diese Auszeichnung für seine Verdienste um den Verein als Gönner und Sponsor verliehen.

Ein wenig getrübt wurde das Bild der Schützengesellschaft, die viele ausgezeichnete sportliche Erfolge vorweisen kann, durch die negative Kassenbilanz. Die fußt auf zwei Faktoren: Zum einen musste die SG an die Stadt für die Sanierung der Mischwasserbehandlung Beiträge in Höhe von gut 9000 Euro bezahlen. Damit sind die Schützen der einzige Marktstefter Verein, der sich an den Kosten der Kanalsanierung beteiligen muss. Der Grund hierfür: Alle anderen „Vereinsheime“ sind in städtischem Besitz, somit ist auch die Stadt für die Kosten verantwortlich. Da das Schützenhaus den Schützen gehört, werden sie an den Kosten beteiligt.

Bei einem normalen Jahresgewinn von rund 1500 Euro wird der Verein so für lange Zeit belastet. Die Vereinsführung ist in dieser Frage nach wie vor mit der Stadt im Gespräch, um einen Erlass der Kosten zu erwirken. Die Schuld konnte nur durch ein Privatdarlehen aus den Reihen des Vorstands beglichen werden.

Kassenprüfer Gerald Unger bescheinigte der Vereinsführung zwar eine einwandfreie Kassenführung und schlug auch die Entlastung vor. Allerdings war bei der Kassenprüfung aufgefallen, dass es beim Getränkeerlös einen Widerspruch gibt: Den Kosten in Höhe von rund 10 000 Euro steht ein Erlös von nur 1200 Euro gegenüber. „Da bedient sich jemand in großem Stil“, sagte Unger. Die Vereinsführung wird hier verstärkt beobachten.

Schützenmeister Peter Schwab konnte von einem erfolgreichen Vereinsjahr berichten. Der Mitgliederstand von 166 Schützen wurde gehalten. Nach wie vor wichtig für den Verein ist das Spargelschießen, als eines der wenigen verbliebenen Preisschießen im Schützengau. Bei bestem Wetter fand das Hafenfest statt, gut besucht war das Kesselfleischessen, wobei hier mehr Mitglieder teilnehmen könnten. Die neue Homepage stößt auf großes Interesse. Am Schützenhaus gab es zudem wieder Arbeiten zu erledigen.

„In den Rundenwettkämpfen konnten wir wirklich dick absahnen“, sagte Sportleiter Achim Krämer. Nicht nur hier, auch bei den Gaumeisterschaften waren die Stefter Schützen sehr erfolgreich, die 1. Mannschaft hat den Aufstieg in die Bezirksliga Ost geschafft: Noch nie hat eine Mannschaft aus dem Gau im Gewehrbereich so hochklassig geschossen.

Neben der Ernennung zum Ehrenmitglied für Eckard Himmel, erhielt Günther Seitz die silberne Verdienstmedaille für seine Unterstützung in steuerlichen Fragen. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Gertrud Vogel und Albert Krämer ausgezeichnet; 40 Jahre Gerald Unger, Wolfram Stöhr und Ralf Pawlik; 25 Jahre Elfriede und Waldemar Kleinschroth.

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